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Gemeinsame Erklärung mit Saitama – Platzeck trifft Gouverneur Ueda

veröffentlicht am 02.11.2010

Ministerpräsident Matthias Platzeck und der Gouverneur der japanischen Präfektur Saitama, Kiyoshi Ueda, unterzeichneten heute in Potsdam im Beisein von Landtagspräsident Gunter Fritsch eine Gemeinsame Erklärung. Sie schreibt die seit mehr als elf Jahren bestehende regionale Partnerschaft zwischen dem Land Brandenburg und der japanischen Hauptstadt-Präfektur Saitama fort. Platzeck sagte: „Als Hauptstadtregionen haben wir viele ähnlich gelagerte Interessen und politische Ziele. Deshalb wollen wir den partnerschaftlichen Austausch in den Bereichen Umwelt, Wirtschaft, Bildung, Kultur, Sport und Jugend pflegen und die Kooperation unserer jeweiligen Unternehmen weiter befördern.“ Die Partner sprechen sich in der Erklärung auch dafür aus, die Kohlendioxidemissionen durch den verstärkten Einsatz Erneuerbarer Energien zu senken.

Platzeck sieht im großen Interesse brandenburgischer Unternehmer an Wirtschaftskontakten mit Japan, das sich auf einem Seminar mit japanischen Unternehmern aus der Delegation am Vortag in Potsdam gezeigt hatte, gute Chancen für verstärkte Außenwirtschaftsbeziehungen. „Die Inbetriebnahme des Flughafens Berlin-Brandenburg International wird diese Zusammenarbeit weiter vereinfachen und damit voranbringen“, sagte Platzeck.

Sichtbares Zeichen der guten Beziehungen zwischen Brandenburg und Japan ist für den Ministerpräsidenten die Kirschbaumallee auf dem ehemaligen Grenzstreifen zwischen Berlin und Teltow. Japanische Bürger spendeten ab November 1990 tausende Kirschbäume, die zum Gedenken an den Fall der Berliner Mauer gepflanzt wurden. Im Rahmen einer Partnerschaft organisieren zudem Cottbus und Neuruppin Schülerbegegnungen und Kulturaustausche.

Platzeck verwies darauf, dass japanische Unternehmen in Brandenburg insgesamt 300 Arbeitsplätze geschaffen haben. Dazu gehören: OLYMPUS, Teltow (F&E und Herstellung von medizinischen Geräten); Yamaichi Electronics, Frankfurt (Oder) (Halbleiter-Branche); Nagase Co. Ltd., Nauen (elektronische Bauelemente); Miyawaki (Frankfurt O.); PANASONIC (Wittenberge) Call Center; Nihon Kohden (Kleinmachnow) (Vertrieb von Medizingeräten); Japan Stent Technology, Potsdam.

Der japanische Gouverneur war drei Tage lang mit einer Delegation, der u. a. Unternehmer und Abgeordnete angehörten, im Land Brandenburg unterwegs. Auf dem Besuchsprogramm standen Besichtigungen der Baustelle des Flughafens Berlin Brandenburg International BBI, der Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg, des Leibniz-Instituts für Agrartechnik in Potsdam-Bornim sowie des Bio-Heizkraftwerks Ludwigsfelde. Außerdem trafen die Unternehmer der Delegation bei einem Business Seminar mit Vertretern von rund 65 brandenburgischen Firmen zusammen.