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Wasserstoff- und Brennstoffzellenentwicklung soll Spitzenstellung bei erneuerbaren Energien ausbauen

veröffentlicht am 07.10.2010

Die Spitzenstellung Brandenburgs beim Einsatz erneuerbarer Energien will die Landesregierung durch gezielte Forschung und Anwendung im Bereich der Energiespeichermedien Wasserstoff und Brennstoffzellen festigen, so Staatssekretärin Tina Fischer heute in Berlin. „Der Ausbau der erneuerbaren Energien bietet große Chancen für Ökologie und Ökonomie“, sagte die Bevollmächtigte des Landes beim Bund bei einem Parlamentarischen Abend in der brandenburgischen Landesvertretung. Sie formulierte als Ziel in Brandenburg, Wasserstoff und Brennstoffzellen alltagstauglich und marktfähig zu machen. Dazu gebe es zahlreiche wissenschaftliche und industrielle Initiativen im Land.

So sei ein innovatives ENERTRAG-Hybridkraftwerk im Bau, bei dem Windkraft klimaneutral bei der Erzeugung von Wasserstoff helfe. Aus diesem könne bei Bedarf wieder Strom erzeugt werden, variabel zur Nachfrage am Markt. Für Staatssekretärin Fischer ist dieser Ansatz ein wichtiger Beitrag, die „Grundlastfähigkeit“ der erneuerbaren Energien voranzutreiben. Auf der wissenschaftlichen Seite stehe die Brandenburgische Technische Universität Cottbus mit ihren Forschungsprojekten zu Brennstoffzellen, Hybridkraftwerken und einem Wasserstoff-Versuchsstand im Zentrum der Forschung. Nach Worten von Staatsekretärin Fischer entsteht an der BTU ein Exzellenzzentrum für Wasserstoffforschung. Des Weiteren entwickle das Agrartechnische Institut Bornim Brennstoffzellen für Biogas mit Partnern aus der Industrie. In der sogenannten CO2-freien Tankstelle sieht Fischer zudem ein Schlüsselprojekt für die Rubrik Verkehr bei der Umsetzung der Brandenburger Energiestrategie. Am künftigen Flughafen BBI befinde sich bereits eine Wasserstoff-Tankstelle.

Staatssekretärin Fischer bekräftigte, das Land wolle den Anteil erneuerbarer Energien deutlich erhöhen, um das wichtigste klimapolitische Ziel zu erreichen: bis 2020 den CO2-Ausstoß im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent zu reduzieren.