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Platzeck wirbt für umweltschonende Energiepolitik

veröffentlicht am 02.09.2010

Ministerpräsident Matthias Platzeck hat den Vorrang für Erneuerbare Energien als wichtigste Zielmarke der umweltschonenden Energiepolitik Brandenburgs bezeichnet. Beim Jahresempfang der Cottbuser Industrie- und Handelskammer bekannte er sich zugleich zur Braunkohleverstromung unter Einsatz der CO2-Abscheidung und –Lagerung (CCS). Eine klare Absage erteilte Platzeck Bestrebungen in der Bundesregierung, den Atomausstieg in Deutschland rückgängig machen zu wollen.

Platzeck verwies darauf, dass Brandenburg schon heute Spitzenreiter bei den Erneuerbaren Energien ist. „Was sich gerade in der Energieregion Lausitz in diesem Bereich entwickelt, ist eine Erfolgsgeschichte. In Lieberose haben wir den größten Solarpark Deutschlands eingeweiht. Das ist ein Leuchtturmprojekt unter den Photovoltaikanlagen. Und die Windenergie hat auch genügend Aufwind unter den Rotationsflächen.“ Brandenburg sei zudem bei der Entwicklung zukunftsweisender und innovativer Technologien „richtig gut dabei. Die Atomenergie gehört für uns nicht dazu.“ Platzeck lehnte eine Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke in Deutschland ab. Das sei angesichts der vielen Risiken von Störfällen bis zur ungeklärten Endlagerung eine „rückwärts gewandte Politik“.

Der Ministerpräsident bekräftigte, dass er CCS für eine „wichtige Brückentechnologie“ hält, nicht nur bei der Braunkohleverstromung, sondern auch in energieintensiven Bereichen. Platzeck wörtlich: „Nicht nur für den Bereich der Energieerzeugung, sondern auch für die energieintensiven Industrien wie die Stahl-, Chemische- oder Zementindustrie, ist CCS eine Technologie der Zukunft!“ Platzeck machte deutlich, dass er um die Sorgen in der Bevölkerung weiß, in deren Regionen eine mögliche Speicherung von CO2 untersucht werden soll. „Ich kann allen versichern, dass es nur zu einer Speicherung kommen wird, wenn die Menschen und die Umwelt nicht gefährdet sind. Die Sicherheit der Bevölkerung hat für uns oberste Priorität. CCS ist für uns eine Technologie, die Brücken baut in eine saubere Zukunft. Sie kann eine Lösung sein, um Energiebedarf und Klimaschutz miteinander zu verbinden.“