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Kyritzer Jugendparlament ist Demografie-Beispiel des Monats

veröffentlicht am 25.08.2010

Jugendparlament
Als Demografie-Beispiel des Monats August hat der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Albrecht Gerber, heute das Jugendparlament Kyritz in Ostprignitz-Ruppin ausgezeichnet. Das seit zwei Jahren bestehende Gremium sieht sich als Interessenvertreter junger Leute in der Stadt. Die 14 „Parlamentarier“ im Alter von 12 bis 27 Jahren verschaffen sich Gehör in Stadtverwaltung und Stadtverordnetenversammlung und machen dort auf Anliegen und Wünsche junger Leute aufmerksam. Gemeinsam mit anderen Jungen und Mädchen organisieren sie zudem selbst viele Projekte.

Bei seinem Besuch in Kyritz betonte Gerber, es gebe keinen besseren Vertreter für die Interessen junger Menschen als die Jugend selbst. Gerber wörtlich: „Die jungen Leute hier machen regen Gebrauch von ihrem Mitspracherecht. Sie zeigen, was sich alles erreichen lässt, wenn man selbst die Initiative ergreift und Mitstreiter für die Verwirklichung von Ideen mobilisiert. Durch die Einbeziehung in kommunale Entscheidungsprozesse werden das Selbstbewusstsein und der Wille Jugendlicher, sich zu engagieren, gestärkt. Zugleich lernen die jungen Leute schon früh in der Praxis, welche Hürden bei der Umsetzung von Projekten mitunter überwunden werden müssen und wie man im Dialog Kompromisse findet. Eine bessere Schule der Demokratie gibt es nicht.“ Gerber resümierte: „Die Arbeit im Jugendparlament ist in jeder Hinsicht eine Investition in die Zukunft. Generell stärkt ehrenamtliches Engagement die Verbundenheit junger Leute mit ihrer Stadt bzw. Region und den Wunsch, sich auch künftig in der Region einzubringen, hier zu bleiben oder nach Ausbildung und Studium mit neuen Ideen zurückzukommen.“

Das Jugendparlament Kyritz war vor zwei Jahren mit einer breit angelegten Gründungsveranstaltung gestartet, die vom Kinderfest über den offiziellen Gründungsakt bis hin zu einem Konzert reichte. Dadurch wurden Kontakte mit Vertretern der Stadt, Schulen und anderen Jugendeinrichtungen hergestellt oder intensiviert und vernetzt. Durch das vielfältige Angebot gelang es, nicht nur Jugendliche, sondern auch Kinder und Familien anzusprechen und über die Arbeit und Ziele des Jugendparlaments zu informieren Seither treffen sich die „Parlamentarier“ mehrmals im Monat, um ihre Interessen zu formulieren und einzubringen.

Zu den gegenwärtigen Vorhaben der Jugendlichen gehören eine Umfrage zu Busverbindungen in der Region und die Veröffentlichung einer Jobbörse mit Ausbildungsplätzen, Ferienjobs und Praktika. Zudem erarbeiteten sie ein neues Nutzungskonzept für einen Jugendraum, in dem Bands proben sowie Konzerte, Lesungen und Feiern stattfinden sollen. Seit dem vergangenen Jahr kann die Vorstandsvorsitzende Svenja Gerbendorf durch ihre Wahl zur Stadtverordneten den Jugendlichen auch in der Stadtverordnetenversammlung eine Stimme verleihen.

Das Jugendparlament ist ein weiteres Projekt auf dem virtuellen „Marktplatz der Möglichkeiten“, mit dem die Staatskanzlei innovative, beispielgebende Projekte im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die jeweiligen Demografie-Beispiele des Monats werden im Rahmen des Internetauftritts „Marktplatz der Möglichkeiten“ unter www.demografie.brandenburg.de veröffentlicht.

Marktplatzprojekte in 2010:
* Januar: Mobiler Rehabilitationsdienst (Vermeidung von Pflegebedürftigkeit)
* Februar: Arbeitgeberzusammenschluss Spreewald (Fachkräftesicherung im Bündnis)
* März: Familienserviceagentur fam.e (Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie)
* April: Kleine Grundschule Großwudicke (Bildung und Leben im Dorf)
* Mai: Jung und Alt mit Zukunft – JAZ (Bürger engagieren sich für das Thema „Altern im ländlichen Raum“)
* Juni: Kita Öko Kinderhaus Bummi („Kinder stark machen“ in Lauchhammer)
* Juli: Lebensnah Lernen – Lernen durch Engagement (Engagementförderung Jugendlicher in Cottbus)

Kontakt für das Demografie-Beispiel des Monats August: Svenja Gerbendorf und Immanuel Wolf; E-Mail: jupa-kyritz@web.de

Alle Infos: www.demografie.brandenburg.de

Hinweise und Anregungen an: demografie@stk.brandenburg.de