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Platzeck unterstützt integratives Jugendsegelprojekt

veröffentlicht am 22.05.2010

Segelprojekt für KinderMinisterpräsident Matthias Platzeck unterstützt das integrative Jugendsegelprojekt „Rund Rügen 2010“. Für die fünftägige Tour auf Deutschlands einzigem Großsegler für Menschen mit Behinderung, der „Wappen von Ueckermünde“, stellt er 2.500 Euro aus Lottomitteln zur Verfügung. An dem Segeltörn können je fünf brandenburgische Schüler mit und ohne Behinderung kostenlos teilnehmen. Die Tour startet am Oderhaff und kann - je nach Windstärke und Wetterlage - bis nach Dänemark führen.

Nach den Worten von Platzeck ist die Reise eine gute Möglichkeit, im Team zu arbeiten und dabei einander besser kennen und verstehen zu lernen. „Dieses Projekt schafft für behinderte Menschen gleichberechtigte Teilhabe an einem faszinierenden Sport, der den jungen Seglern manchmal alles abverlangt, zugleich aber auch das Vertrauen in die eigenen Kräfte stärkt.“ Platzeck dankte den ehrenamtlichen Helfern, ohne deren Engagement solche Vorhaben nicht realisiert werden könnten.

Für den Segeltörn vom 7. bis 11. Juni können sich interessierte Jugendliche beim Verein Saildream1 mit Sitz in Belzig bewerben. Die Jungen und Mädchen werden auf der Reise von zwei eigenen Betreuern und der Stammbesetzung der „Wappen von Ueckermünde“ begleitet. Der Großsegler wird vom "Verein zur Förderung des ersten behinderten- und rollstuhlfahrergerechten Großsegelschiffes in Deutschland" mit Sitz in Ueckermünde betrieben. Er verfügt über bordeigene Rollstühle, die den Bedingungen auf See angepasst sind. Lifte führen unter Deck, wo von Küche bis Koje alles behindertengerecht ausgestattet ist. Die erste Tour „Rund Rügen“ fand im vergangenen Jahr statt. Mit dabei waren zehn Schüler einer Grund- und einer Förderschule aus Potsdam-Mittelmark.

Um noch mehr Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen ein barrierefreies Segeln gemeinsam mit nichtbehinderten Freunden und Familienangehörigen zu ermöglichen, will der Verein Saildream1 einen eigenen Katamaran bauen. Die Bootsbaupläne sind nach Angaben von Vereinschef Udo Zeller bereits fertig. In etwa fünf Jahren soll dann das Schiff zur ersten Fahrt auf Binnengewässern in der Region Berlin-Brandenburg und in Sachsen starten. Auf dem Katamaran werden Menschen mit Behinderungen auch die Möglichkeit erhalten, nach einer fundierten Ausbildung den Segelschein Binnen zu erwerben. (Weitere Informationen unter www.saildream1.de)