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Brandenburgische Landwirtschaft vielfältig und leistungsfähig

veröffentlicht am 14.05.2010

Ministerpräsident Matthias Platzeck sieht in einer vielfältigen und leistungsfähigen Agrarstruktur die eigentliche Stärke der Landwirtschaft im Land Brandenburg. Auf der Landesbauernversammlung heute in Paaren/Glien sicherte er den landwirtschaftlichen Betrieben die weitere politische Unterstützung der Landesregierung zu. Wörtlich sagte der Ministerpräsident: „Wir sind dabei weit davon entfernt unseren Landwirten vorzuschreiben, in welcher Größe sie die Flächen zu bewirtschaften haben.“ Egal ob Familienbetrieb oder großes Agrarunternehmen, der Landesregierung gehe es um wettbewerbsfähige Strukturen, die gezielt gefördert würden. So finde beispielsweise im Land auf zehn Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ökologischer Anbau statt, was deutschlandweit eine Spitzenstellung ergebe.

Mit der Agrar- und Ernährungswirtschaft bestünden stabile Wirtschaftszweige, die den ländlichen Raum in Brandenburg stärkten, sagte Platzeck. Er wertete es angesichts des drohenden Fachkräftemangels als ermutigend, dass der Beruf Landwirt mehr Jugendliche interessiere. Trotzdem mahnte er die Bauern, „gemeinsam intensiv und frühzeitig für den Berufsstand zu werben, um gute und motivierte Arbeitskräfte zu gewinnen.“

Deutliche Forderungen machte der Ministerpräsident für die Fortführung der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) ab 2013 auf, die derzeit in der EU-Kommission vorbereitet wird. Die Beibehaltung der bisherigen Mittelausstattung gehört ebenso dazu wie eine von der Betriebsgröße unabhängige Direktzahlung. Außerdem sprach sich Platzeck für die Aufnahme eines so genannten Sicherheitsnetzes aus, das die Betriebe gegen die Auswirkungen außergewöhnlicher Marktrisiken schützen soll.