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Fischer: Brandenburg Bindeglied für osteuropäischen Film

veröffentlicht am 17.02.2010

Brandenburg hat sich nach Einschätzung der Bevollmächtigten des Landes beim Bund, Staatssekretärin Tina Fischer, zu einem anerkannten kulturellen Bindeglied für den osteuropäischen Film entwickelt. Sie äußerte sich heute beim traditionellen „East European Brunch“, dem Berlinale-Empfang des FilmFestivals Cottbus in der brandenburgischen Landesvertretung in Berlin. Der Treff wird von Vertretern der Filmbranche, Regisseuren, Förderern und Produzenten zu Gesprächen und Begegnungen genutzt, um sich über das kommende „20. FilmFestival Cottbus - Festival des osteuropäischen Films“ zu informieren.

„Es gibt kein Festival auf der Welt, das einen solchen Überblick über die Filmproduktion des osteuropäischen Raumes erlaubt“, sagte Fischer. „Wegen unserer Erfahrungen nach dem Ende der Teilung Deutschlands und Europas versteht sich Brandenburg als europäische Region, die ein Scharnier zu den mittel- und osteuropäischen Nachbarn sein kann.“ Beispielhaft führte sie die zahlreichen Kontakte zu und Projekte mit Polen auf. Es sei kein Zufall, dass das Cottbuser FilmFestival in diesem Jahr zum 20. Male stattfinde und Brandenburg ebenfalls seinen 20. Geburtstag feiere. Fischer: „Die Neugier auf unsere mittel- und osteuropäischen Nachbarn war von Anfang an da. Wir sind neugierig auf die Menschen und ihre Kulturen, neugierig auch auf die jungen osteuropäischen Filme, die in Cottbus aufgeführt werden.“

Die Staatssekretärin erinnerte daran, dass das Medienboard Berlin-Brandenburg das Jahr 2009 als das bislang erfolgreichste Filmjahr für die Region bilanziert hat. In Potsdam-Babelsberg hergestellte Filme hätten bei der anstehenden Oscar-Verleihung erneut die Chance, internationale Aufmerksamkeit zu finden.

Die Region wird immer stärker zu einem Medien-Zentrum. Neben Film und Fernsehen gehören ebenso digitale Spiele, Musik oder das Web 2.0 zu dieser Branche. Etwa 150 000 Menschen arbeiten derzeit in der Kreativwirtschaft, etwa 15.000 Unternehmen setzen in der Region jährlich 19 Milliarden Euro um. Von den 180.000 Studentinnen und Studenten in der Region studieren 22.000 einen medien- oder kommunikationswissenschaftlichen Studiengang.