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Platzeck würdigt Gilde – Landrat in Ruhestand verabschiedet

veröffentlicht am 22.01.2010

Ministerpräsident Matthias Platzeck hat die Verdienste von Landrat Christian Gilde um die Entwicklung des Kreises Ostprignitz-Ruppin gewürdigt. „Die kommunalpolitische Arbeit von Christian Gilde in den zurückliegenden fast 20 Jahren hat viele Früchte getragen und beispielsweise den Start zahlreicher Unternehmen und Initiativen ermöglicht“, sagte Platzeck bei der Verabschiedung des Landrats in den Ruhestand am Freitag in Neuruppin. Wichtig für die Menschen in der Region sei auch Gildes unerschütterliche Haltung gegen das Bombodrom und sein engagiertes Streiten gegen Bundeswehr-Pläne zur Wiederinbetriebnahme dieses Luft-Boden-Schießplatzes in der Kyritz-Ruppiner Heide gewesen.

Der Ministerpräsident lobte die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises unter Landrat Gilde. Die Kreisstadt Neuruppin sei einer von 15 Regionalen Wachstumskernen im Land. Zudem hätten sich in der Region mit Unternehmen der holzverarbeitenden Industrie und der Automotive-Branche Motoren des Aufschwungs angesiedelt. Diesen erfolgreichen Prozess ins Rollen gebracht zu haben, sei auch Ergebnis des Wirkens von Christian Gilde.

Als dessen „politisch wichtigstes Projekt“ bezeichnete Platzeck den Kampf für eine zivile Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide bei Wittstock. Dass die jahrelange Auseinandersetzung letztlich zuungunsten der Bundeswehr ausging, nannte Platzeck „einen Erfolg des beeindruckenden friedlichen Protestes - und auch Christian Gildes.“

Der Ministerpräsident resümierte: „Mit Verlässlichkeit war der Landrat immer zur Stelle, besonders dann, wenn es schwierig wurde. Einfühlsam nahm Christian Gilde die Menschen auch in heiklen Situationen mit. Sein politischer Enthusiasmus verdient Respekt. Unprätentiös und mit einer unnachahmlichen Mischung aus Sachkompetenz, Sachlichkeit und Optimismus hat Gilde das Amt geprägt.“