www.stk.brandenburg.de

Fachkräftesicherung: Arbeitskreis wird zum Bündnis

veröffentlicht am 19.01.2010

Der seit Februar 2006 bestehende Landesarbeitskreis für Fachkräftesicherung wird fortgeführt. Darüber informierte Arbeitsminister Günter Baaske heute das Kabinett. Zugleich kündigte er eine neue Studie an, die sich detailliert mit der Fachkräftesituation in der Gesamtregion der Länder Brandenburg und Berlin befasst. Sie soll am 22. Februar der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Der Arbeitskreis soll in seiner nächsten Sitzung am 25. Januar in „Bündnis für Fachkräftesicherung“ umbenannt werden. Dieser neue Name mache, so Baaske, „deutlich, dass sich hier viele Partner gut zusammen gefunden haben, um im gemeinsamen Interesse für die Sicherung der Fachkräfte zu arbeiten.“

Es ist gelungen, unter anderem Politik, Verwaltung, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände sowie Lehrer, Eltern und Hochschulen an einen Tisch zu bekommen, um gemeinsame Strategien zur Deckung des Fachkräftebedarfs zu entwickeln und konkret zu handeln.

Baaske: „Das Thema ist inzwischen Allgemeingut. Jeder weiß, dass einerseits eine gute Wirtschaftsentwicklung von Fachkräften abhängig ist und andererseits eine gute Entlohnung eine gute Ausbildung voraussetzt. Schulabgänger und Studienabsolventen haben als Fachkräfte derzeit gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt in der eigenen Heimat.“

Derzeit beschäftigt sich der Arbeitskreis mit 7 Handlungsfeldern, darunter Berufsorientierung, Erhöhung Studierneigung, Qualifizierung und Existenzgründung. Künftige Themen sind u. a. der Übergang von der Schule zum Beruf, Steigerung der Weiterbildungsbereitschaft und Erhöhung der betrieblichen Weiterbildung. Baaske: „Wir müssen auch klar machen, dass gute Löhne, Karriereförderung für Frauen, soziale Infrastruktur und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie Grundvoraussetzungen sind, um Fachkräfte für Brandenburg zu gewinnen. Diese Faktoren werden in der Diskussion viel zu oft vergessen.“

Dem Arbeitskreis gehören unter Federführung des Arbeitsministeriums 5 Ressorts der Landesregierung sowie die Staatskanzlei, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, DGB, IG Bau, IG Metall, Unternehmensverbände Berlin und Brandenburg (UVB), Universitäten, Landkreistag, Schulämter, Lehrervertretung, Landeselternrat, Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit Berlin-Brandenburg und die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales an.