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Platzeck: Lausitzer Handwerk trotzt der Wirtschaftskrise

veröffentlicht am 06.01.2010

Ministerpräsident Matthias Platzeck schätzt die Situation des Lausitzer Handwerks trotz der Wirtschaftskrise als gut ein. „Die Konjunkturumfrage aus dem zweiten Halbjahr 2009 bescheinigte eine steigende Stimmung und eine stabile Auftragslage trotz weltweit sehr schwieriger Bedingungen“, sagte der Ministerpräsident heute auf dem traditionellen Neujahrsempfang der Handwerkskammer Cottbus.

Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Auftragsbücher im südbrandenburgischen Handwerk auch 2010 voll bleiben werden. „Denn im ganzen Land greifen jetzt die Konjunkturmaßnahmen, die wir bei Bund, Land und Kommunen auf den Weg gebracht haben“, so Platzeck. Anfang Januar seien in Brandenburg insgesamt fast 1.700 Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von rund 404 Millionen Euro abgeschlossen gewesen. Das gesamte konkret untersetzte Investitionsvolumen umfasse bereits rund drei Viertel der insgesamt zur Verfügung stehenden Mittel. „Davon profitieren vor allem viele Handwerksunternehmen“, unterstrich der Ministerpräsident. So reichten in Südbrandenburg die Projekte von der Wärmedämmung für das Schliebener Schulhaus über den Ausbau der Spreewaldklinik in Lübben bis zur neuen Rutsche im Schwimmbad Forst.



Exemplarisch würdigte Platzeck auch die Tätigkeit in regionalen Wachstumskernen, die auch auf die Handwerksbetriebe Auswirkungen habe. „So stellen wir immer wieder fest, dass die Regionalen Wachstumskerne ein positives Investitionsklima in den betroffenen Orten und ihrem Umfeld fördern“, sagte Platzeck. Im Dezember habe das Kabinett neue prioritäre Maßnahmen beschlossen, von denen allein drei Projekte in der Lausitzmetropole Cottbus profitieren werden: der Technologie- und Industriepark (TIP) auf dem ehemaligen Flugplatz Cottbus-Nord, der Hauptbahnhof und das Staatstheater. Auch diese Förderung werde sich im regionalen Handwerk positiv bemerkbar machen. Der Ministerpräsident versicherte, dass sich die Landesregierung parallel zu diesen konkreten Projekten weiter darum kümmere, die Liquidität der Betriebe zu erhalten und die Geldflüsse im Land zu stabilisieren.