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Staatskanzlei ehrt Best-Practice-Beispiel des Monats Januar

veröffentlicht am 06.01.2010

Die Staatskanzlei hat heute den Mobilen Rehabilitationsdienst Woltersdorf als „Best-Practice-Projekt für die Gestaltung des demografischen Wandels“ für den Monat Januar ausgezeichnet. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Albrecht Gerber, besuchte den im Evangelischen Krankenhaus der Stadt angesiedelten Rehabilitationsdienst. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter behandeln Patienten im Umkreis von rund 30 Kilometern in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld. Damit wird vor allem mehrfach gesundheitlich stark beeinträchtigten Menschen eine Alternative zur bisherigen ambulanten beziehungsweise stationären Behandlung geboten.


Gerber betonte mit Blick auf steigende Zahlen älterer und auch pflegebedürftiger Menschen: „Wir müssen vorhandene Angebote und Strukturen überdenken und andere, passgerechte Lösungen finden. Der Mobile Rehabilitationsdienst ist so eine Antwort auf die Herausforderungen des demografischen Wandels. Er trägt dazu bei, Patienten ein selbstbestimmtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung zu ermöglichen. Für die älteren Menschen bedeutet es ein Mehr an Lebensqualität, wenn sich Klinikaufenthalte vermeiden lassen. Auf der anderen Seite: Lässt sich stationäre Pflege hinausschieben oder vermeiden, sorgt dies auch für Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen.


Für die Betreuung der Rehabilitationsbedürftigen steht in Woltersdorf ein interdisziplinäres Team zur Verfügung, zu dem Ärzte, Physio-, Ergo-, Sprach-, Pflegetherapeuten, eine Psychologin und eine Sozialarbeiterin nebst Koordinatorin gehören. Wenn möglich werden auch Angehörige in die Therapiemaßnahmen einbezogen. Ein weiteres Anliegen ist die Unterstützung der Patienten bei nötigen Umbauten in den Wohnungen.


Gerber dankte dem bisherigen Leiter des Mobilen Rehabilitationsdienstes und ehemaligen Chefarzt, Dr. Rainer Neubart, für sein Engagement. Neubart hatte sich seit seinem Dienstantritt in Woltersdorf vor 17 Jahren für die Verwirklichung seiner Idee eingesetzt. Er übergab nun den Staffelstab an den neuen Chefarzt Dr. Frank Naumann.


Seit nunmehr einem Jahr werden monatlich beispielgebende Projekte für den  Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels von der Staatskanzlei im Rahmen ihrer Initiative „Marktplatz der Möglichkeiten“ unter www.demografie.brandenburg.de ausgezeichnet.


Marktplatzprojekte im Jahr 2009:



  • Januar: Begegnungszentrum Lunow (Nutzung einer ehemaligen Schule)

  • Februar: Studium lohnt! (Projekt zur Erhöhung der Studierneigung)

  • März: Haus Karolina (Seniorenwohnprojekt)

  • April: Praktikumsatlas Barnim (Infoportal zu Praktika und Ausbildungsplätzen)

  • Mai: Fremde werden Freunde (Patenschaftsprojekt Uni Viadrina zwischen Studierenden und Einheimischen)

  • Juni: Haus Magnolia (eine Chance für Kinder suchtkranker Mütter)

  • Juli: Kinderhotel Schlossberg (familienfreundliches Projekt der Kita Spatzennest)

  • August: Stadt der Kinder (Ferienprojekt: Kinder errichten ihre eigene Stadt)

  • September: Hol- und Bringservice für Senioren (Angebot Edeka-Supermarkt Michendorf)

  • Oktober: Stark (durch-)Boxen (Integrationsprojekt des Boxring 08 Lübben)

  • November: Perle-Treff-Punkt (Mehrgenerationenhaus in Perleberg)

  • Dezember: Kindertafel „Koch mir was“ (Nachhilfe für Mütter)


Kontakt für das Best-Practice-Projekt Januar 2010:



Frau Maria Enderlein, Tel.: 03363/779-526 oder E-Mail: info.more@krankenhaus-woltersdorf.de

Alle Infos: www.demografie.brandenburg.de

Hinweise und Anregungen an: demografie@stk.brandenburg.de