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Engagement für Projekt der humanitären Hilfe – Bernauer Bürgerin mit Verdienstkreuz am Bande vom Bundespräsidenten geehrt

veröffentlicht am 04.12.2009

Bundespräsident Horst Köhler hat heute die Bernauer Physiotherapeutin Elisabeth Kunze für ihren Einsatz zugunsten humanitärer Hilfe in der Ukraine sowie ihr bürgerschaftliches Engagement mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Die Ordensverleihung fand anlässlich des anlässlich des Tags des Ehrenamtes im Amtssitz des Bundespräsidenten, Schloss Bellevue, in Berlin statt. Elisabeth Kunze ist ehrenamtliche Projektleiterin der „Ukrainehilfe“ der Anstaltskirchengemeinde Lobetal. Außerdem engagiert sie sich im Bernauer Netzwerk für Toleranz und Weltoffenheit.

In der Ordensbegründung wird daran erinnert, dass die „Ukrainehilfe“ aus Kontakten Lobetaler Christen zu russischen Kasernen in der Umgebung von Bernau hervorging. Schon 1994 startete der erste Hilfstransport. Seitdem werden jedes Jahr mindestens zwei Lkw mit Hilfsgütern nach Charkow geschickt. Träger des Projektes ist der Verein „cura hominum“, zu dessen Vorstand Elisabeth Kunze gehört. Inzwischen gibt es Kontakte zu verschiedenen Einrichtungen und Projektpartnern, die in der Ukraine vor Ort die Verteilung der humanitären Hilfsgüter übernehmen.

Elisabeth Kunze ist Motor der Aktionen, sorgt für die notwendige Aufmerksamkeit, informiert mit Rundbriefen über die aktuellen Vorhaben und berichtet über abgeschlossene Aktionen. Der Verein verfügt über Handreichungen in russischer Sprache, die vor allem für Zugewanderte aus der ehemaligen Sowjetunion gedacht sind. Auch zu diesen Menschen hält Frau Kunze Kontakt und versucht, sie in die Arbeit einzubeziehen und so deren Integration in Deutschland zu befördern.

Im Rahmen ihres Engagements im Bernauer Netzwerk für Toleranz und Weltoffenheit wirkt Frau Kunze beispielsweise bei der jährlichen November-Veranstaltung zum Gedenken an die faschistischen Pogrome mit. Sie setzt sich auch für die Verständigung mit der Jüdischen Gemeinde im Landkreis Barnim ein. Diese besteht fast ausschließlich aus Menschen mit russischer Muttersprache. Da Frau Kunze sowohl russisch sprechen kann als auch über detaillierte Kenntnisse der jüdischen Kultur und Religion verfügt, ist sie eine wichtige Kontaktperson zwischen der neuen jüdischen Gemeinde und dem deutschsprachigen Umfeld geworden.