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Engagement für Demokratie und Freiheit - Cottbuser Bürger mit Verdienstkreuz am Bande vom Bundespräsidenten geehrt

veröffentlicht am 16.11.2009

Bundespräsident Horst Köhler hat heute den Cottbuser Pfarrer Christoph Polster für sein Engagement bei der friedlichen Revolution in der DDR und sein Eintreten für eine lebendige Demokratie mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt.

In der Ordenbegründung wird daran erinnert, dass Polster in der DDR bereits die Bewegung „Schwerter zu Pflugscharen“ mitorganisierte und 1988 bei der Bildung der Cottbuser Umweltgruppe eine entscheidende Rolle spielte. Gemeinsam mit anderen war er Einschüchterungsversuchen und Verboten des Staates ausgesetzt.

1989 gehörte er zu den Organisatoren der Aufdeckung des Kommunalwahlbetruges. Er war Mitbegründer des Neuen Forums in Cottbus. In den 1989er Herbsttagen erwarb sich Polster Verdienste um den friedlichen Verlauf der Revolution und den Übergang zur Demokratie. Am Runden Tisch des Bezirkes Cottbus stellte er gemeinsam mit den anderen neuen Bewegungen die entscheidenden Weichen für den Übergang der Stadt in die Marktwirtschaft.

Nach den demokratischen Wahlen 1990 gehörte Polster zunächst zur Fraktion „Bündnis für Cottbus“. Später wirkte er als stellvertretender Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung. In der Fraktion des Bürgerbündnisses übernahm er die Fraktionsführung. In der 2. Legislaturperiode leitete Christoph Polster den Jugendhilfeausschuss der Stadt.