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Platzeck: Eberswalder Filmfest stärkt Medienstandort

veröffentlicht am 01.10.2009

Das 6. Internationale Filmfest Eberswalde vom 3. bis 10. Oktober ist nach Einschätzung von Ministerpräsident Matthias Platzeck ein weiterer Mosaikbaustein zur Stärkung des Medienstandortes Brandenburg. „Eberswalde wird in den kommenden Tagen wieder ein Ort des interkulturellen Austausches sein“, sagte Platzeck, der die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen hat, heute in Potsdam. „Unter dem Motto ‚Filme für die Provinz – Filme über die Provinz’ werden auch Streifen gezeigt, die jenseits des Mainstreams liegen, aber viele Menschen interessieren und berühren.“

Platzeck fügte hinzu: „Filme besitzen wie kein anderes Medium die Kraft, die Menschen an fremden Kulturen teilhaben zu lassen, den eigenen Horizont zu erweitern und Verständnis füreinander zu wecken.“ Mit einem Nachwuchsfilmwettbewerb werde in Eberswalde jungen Menschen die Möglichkeit geboten, ihre Arbeiten einem breiten Publikum vorzustellen sowie sich Anregungen und Rückhalt für ihr weiteres Schaffen zu holen. Platzeck betonte zugleich, dieses Festival wäre ohne das große Engagement vieler ehrenamtlich Tätiger nicht möglich.

Das Internationale Filmfest in Eberswalde findet seit 2004 jährlich statt. Auch bei der sechsten Auflage wetteifern Kurz- und Animationsfilme sowie Dokumentationen um den Filmpreis „Das e“. Insgesamt wurden fast 600 Beiträge aus 46 Ländern eingereicht, von denen 54 gezeigt werden.

Neben dem Nachwuchsfilmwettbewerb, an dem Jugendliche bis zu einem Alter von 19 Jahre teilnehmen dürfen, stehen Workshops zur Medien-Bildung, Multimedia-Installationen sowie Lesungen und Konzerte im Festival-Club auf dem Festival-Programm. Das Kultur-Event wird von Platzeck mit 5.000 Euro aus Lottomitteln unterstützt.

Am 4. Oktober ist die Eberswalder Kulturszene selbst Gegenstand eines abendfüllenden Dokumentarfilms. Die Autoren Thomas Melzer und Antje Dombrowsky beleuchten in „Die Aktivisten. Wie der Jazz in die Stadt kam“ die starke Verwurzelung des Jazz in der märkischen Kreisstadt, wo alljährlich über Himmelfahrt hunderte Besucher in den Plenarsaal des Kreishauses kommen, um improvisierte Musik zu hören.