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„Kinder an die Macht“

Staatskanzleichef zeichnet erstmals Pro-jekt als “Best-practice-Beispiel“ des Monats vor Ort aus

veröffentlicht am 30.07.2009

Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Clemens Appel, hat heute erstmals vor Ort ein „Best-practice-Beispiel“ des Monats für den Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels geehrt. Er besuchte die „Stadt der Kinder“ im Potsdamer Neubaugebiet Schlaatz. Appel begründete die Auszeichnung: „’Die Stadt der Kinder’ ist nicht nur eine besonders gelungene Ferienbeschäftigung. Hier werden Mädchen und Jungen auch die Grundlagen demokratischen Gemeinwesens vermittelt, ihre Initiativen gefördert und damit ihr Selbstbewusstsein gestärkt. Hier wird etwas probiert, was sich mit dem Klassiker von Herbert Grönemeyer `Kinder an die Macht´ umschreiben lässt. Ich kann anderen Kommunen nur empfehlen, dieses Projekt ‚abzukupfern’.“

Appel betonte: „Kreativität und Teamfähigkeit sind Eigenschaften, die unsere Gesellschaft angesichts des demografischen Wandels benötigt. In der ‚Stadt der Kinder’ werden Lernen und Spaß in einzigartiger Weise miteinander verknüpft. Hier werden soziale Kompetenzen vermittelt. Kinder erfahren, wie wichtig es ist, miteinander ins Gespräch zu kommen, gemeinsam Ideen zu entwickeln und zu verwirklichen, aber auch Kompromisse einzugehen, um etwas zu erreichen. Fast nebenbei lernen sie etwas über verschiedene Berufswege und können testen, wo ihre Talente liegen. Und nicht zuletzt: Identifikation mit der Heimatregion und emotionale Bindung entstehen dort, wo wir die Vorstellungen und Wünsche der Kinder ernst nehmen und ihnen Möglichkeiten geben, ihr Lebensumfeld mit zu gestalten.“

Auf dem Areal im Nuthewäldchen konnten Sechs- bis Zwölfjährige für zwei Wochen eine eigene Stadt aus Holz entwerfen und bauen und dann ihre Ideen vom Leben in der Kommune verwirklichen. Bis zu 160 Jungen und Mädchen nahmen täglich das kostenlose Angebot, das ein Mittagessen einschloss, wahr. Unter Anleitung von rund 50 Betreuern, darunter etwa 40 ehrenamtlichen Helfern, entstanden Rathaus, Postamt, Polizeistation, Zoo und vieles mehr. Wie ein Zusammenleben in der Stadt funktioniert, konnten die Kinder dann im Kleinen erproben. Highlights waren die Beantragung des Stadtrechts, Bürgermeisterwahlen, die tägliche Herausgabe einer Stadtzeitung, Stadtgründungs- und Abschlussfest.

Die „Stadt der Kinder“ entstand bereits zum vierten Mal in den Sommerferien. Organisiert wurde sie von den Potsdamer Einrichtungen Bürgerhaus am Schlaatz, dem Abenteuerspielplatz „Blauer Daumen“, den Kinderklubs „Unser Haus“ und „Einsteinkids“, dem Kinder- und Jugendbüro Potsdam, der Evangelischen Jugend- und Kinderstelle, dem Werkhaus Potsdam und der Kirche im Kiez. Finanziert wurde das Projekt durch einen Zuschuss der Stadt sowie durch Spenden.

Die „Stadt der Kinder“ ist „Best-practice-Beispiel“ auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“, einem Internetforum, auf dem die Staatskanzlei unter www.demografie.brandenurg.de seit Januar monatlich kreative Ideen zum Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels auszeichnet.

Kontakt: Frau Barbara Rehbehn, E-Mail info@stadtderkinder-potsdam.de
Alle Infos: www.demografie.brandenburg.de
Hinweise und Anregungen an: demografie@stk.brandenburg.de


Bisher auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“ präsent:

01.07.2009 - Ein Hotel für Kinder – „Kinderhotel Schlossberg“ ist demografisches „Best-practice-Projekt“ im Monat Juli
02.06.2009 - Eine Chance für Kinder suchtkranker Mütter – „Magnolia“ ausgezeichnetes Demografie-Projekt im Juni
04.05.2009 - „Fremde werden Freunde“ – Patenschaftsprojekt ist „Best-Practice-Beispiel“ des Monats Mai
01.04.2009 - Demografischen Wandel gestalten: Barnimer Praktikumsatlas als Instrument der Fachkräftesicherung im Monat April
02.03.2009 - Seniorenwohnen auf dem Land ist „Best-practice-Beispiel“ im März zur Gestaltung des demografischen Wandels
02.02.2009 - „Studium lohnt!“ ist „Best-practice-Beispiel“ Februar auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“
02.01.2009 - „Marktplatz der Möglichkeiten“ eröffnet – Ab sofort wird in jedem Monat ein „Best-practice-Beispiel“ zum Umgang mit dem demografischen Wandel auf www.brandenburg.de vorgestellt, im Januar das Begegnungszentrum Lunow aus dem Amt Britz-Chorin-Oderberg.