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„Spannender Diskurs über Demokratie und zeitgenössische Kunst“ – Platzeck und Wanka bei der Eröffnung der „Rohkunstbau“-Ausstellung in Schloss Marquardt

veröffentlicht am 11.07.2009

Ministerpräsident Platzeck und Kulturministerin Johanna Wanka haben der heute eröffneten 16. „Rohkunstbau“-Ausstellung im neuen Domizil Schloss Marquardt bei Potsdam viele Zuschauer und angeregte Gespräche gewünscht. Zum Auftakt sprachen sie von einem „viel beachteten Kunst- und Kulturereignis, das weit über das Land Brandenburg ausstrahlt“.

Im diesjährigen Thema der Ausstellung, der Auseinandersetzung mit dem sagenhaften Inselreich Atlantis, sieht Ministerpräsident Platzeck einen willkommenen Anstoß, sich über untergegangene Gesellschaftsmodelle auszutauschen. Auch mit Blick auf den 20. Jahrestag der friedlichen Revolution und des Falls der Mauer sagte Platzeck, damit rege die „Rohkunstbau“ zum Nachdenken über Hoffnungen und Enttäuschungen an, die sich aus Ideen und Utopien ergeben. Er erinnerte daran, dass sich auch die diesjährige Kulturlandkampagne der Auseinandersetzung mit Demokratie und Demokratiebewegungen verschrieben habe. Schloss Marquardt, das in diesem Jahr zum ersten Mal die Ausstellung beherbergt, sei im Übrigen ein idealer Ort, „um Gegensätze wie Verfall und Neuanfang, Untergang und Wiedererstehen sowie die Suche nach verborgenen Geschichten und neuen Identitäten zu thematisieren“.

Ministerin Wanka sagte: „´Rohkunstbau´ hat sich hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1994 zu einem weit über das Land Brandenburg hinaus beachteten Kunst- und Kulturereignis entwickelt. Rohkunstbau präsentiert Arbeiten international renommierter Künstlerinnen und Künstler. Neben den klassischen Kunstformen wie Malerei und Plastik sind bei Rohkunstbau oft konzeptionelle, experimentelle Werke in Form von Installationen, Objekten und medialen Kunstwerken zu erleben. ´Rohkunstbau´ schärft aber auch den Blick der zahlreichen Besucher für außergewöhnliche Kulturorte, die es im Land Brandenburg vielerorts zu entdecken gibt.“

Die „Rohkunstbau“-Ausstellungen zeigen seit 1994 jeweils ortsbezogene, zeitgenössische Bildende Kunst. Das Kunstfestival unter der Leitung von Arvid Boellert gehört mittlerweile mit seinen vielfältigen und meist modernen Kunstformen zu den ´Klassikern´ im Land Brandenburg. Von 1994 – 2006 war Groß Leuthen im Kreis Dahme-Spreewald Gastgeber der Ausstellung, dann war sie an wechselnden Orten in Potsdam zu sehen. Das Kulturministerium hat für die diesjährige Schau 60.000 Euro aus dem Landeshaushalt bewilligt. Weitere Förderer und Sponsoren sind unter anderem der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien sowie die EU. Ein 2002 gegründeter Förderverein sichert mit bürgerschaftlichem Engagement maßgeblich das Festival.