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Medizinische Rehabilitation – wichtiger Wachstumsfaktor in der Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg

veröffentlicht am 22.06.2009

Ministerpräsident Matthias Platzeck und Gesundheitsministerin Dagmar Ziegler haben die brandenburgische Reha-Kliniken als herausragende Gesundheitseinrichtungen und wichtige Arbeitgeber in der Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg gewürdigt. Die Angebote und Leistungen auf diesem Gebiet seien wesentliche Bausteine in der medizinischen Versorgung des Landes und ein beachtenswerter Wirtschaftsfaktor, betonten sie auf dem heutigen 1. Medizinischen Reha-Kongress Brandenburgs in Potsdam. Der Präsident der Deutschen Rentenversicherung Bund Dr. Herbert Rische sah dabei das Land Brandenburg auf einem guten Weg, sich zu einer zukunftsfähigen Gesundheits- und Reha-Region zu entwickeln.

Mehr als 150 Teilnehmer waren heute in Brandenburgs Landeshauptstadt zusammen gekommen, um neben den politischen Leitgedanken auch die Fachvorträge von Reha-Wissenschaftlern aus ganz Deutschland zu hören.

„Die Gesundheitswirtschaft insgesamt ist eine unserer wichtigsten Branchen“, betonte Ministerpräsident Platzeck. „Das Land Brandenburg ist in der Gesundheitswirtschaft gut aufgestellt! Punktuell – zum Beispiel bei der Biotechnologie – gehören wir sogar zu den Spitzenreitern in ganz Deutschland.“ Insgesamt 127.000 Menschen arbeiten derzeit in brandenburgischen Krankenhäusern, Arztpraxen und in der Gesundheitstouristik. Trotzdem stelle die ambulante ärztliche Versorgung in den ländlichen Regionen eine Herausforderung dar, machte Platzeck deutlich. Platzeck verwies auch darauf, dass die Landesregierung ein ganzes Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht habe, um die Situation zu entspannen. Dazu zählten finanzielle Anreize für die Ansiedlung neuer Ärzte, die Entlastung durch „Gemeindeschwestern“ und der Aufbau „Medizinischer Versorgungszentren“. „Ich bin sehr froh, dass diese Maßnahmen inzwischen greifen und uns aus den ersten Regionen positive Signale zu den jüngsten Entwicklungen im Bereich der ambulanten Versorgung übermittelt werden“, sagte Platzeck.

Der Ministerpräsident betonte zudem die länderübergreifende Kooperation auf diesem Gebiet in der Hauptstadtregion. „Die Stärkung der Wertschöpfungskette in der Gesundheitswirtschaft der Region funktioniert nur gemeinsam, länder- und ressortübergreifend. Wir haben deshalb Ende 2007 in den Kabinetten Berlins und Brandenburgs den gemeinsamen ‚Masterplan Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg’ beschlossen“, so Platzeck weiter. Die Schwerpunkte der Hochleistungsmedizin – vor allem die Universitätskliniken – lägen in Berlin. „Die Rehabilitation ist dagegen im schönen, erholsamen Brandenburger Umland angesiedelt, und auch Modellprojekte werden dort durchgeführt, beispielsweise zur Telemedizin“, so Platzeck.

„Der Rehabereich der Mark ist im Masterplan „Gesundheitsregion Berlin – Brandenburg“ fest verankert“, betonte Ministerin Ziegler. „Daran wollen wir festhalten. Die Leistungsfähigkeit unserer stationären Einrichtungen und die engagierte Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich sehen lassen. Und mit Blick auf die steigende Lebenserwartung und eine längere Lebensarbeitszeit wird die medizinische Rehabilitation neben der Prävention auch immer mehr an Bedeutung gewinnen“, so Ziegler.

Dabei sei sich das Land Brandenburg auch der großen wirtschaftlichen Bedeutung der Reha-Kliniken für die Region bewusst. So bedeute 1 Euro, der in der Reha-Klinik eingenommen werde, 3,50 Euro Wertschöpfung für die Region, machte Ziegler deutlich. In den 28 medizinischen Rehabilitationskliniken mit zirka 5.700 Betten, die zurzeit in der Mark ihre Leistungen anbieten, sind zirka 4.000 Frauen und Männer aus der Region beschäftigt.

Mit Blick auf die weitere Zusammenarbeit der beiden Länder Brandenburg und Berlin in einer gemeinsamen Gesundheitsregion, machte sich Ziegler noch einmal für die Einhaltung bestehender Absprachen auf diesem Gebiet stark. „Keiner könne ernsthaft an einem ruinöser Wettbewerb interessiert sein, der letztendlich zu Qualitätseinbrüchen führen würde und unter denen dann die Bürger und Sozialversicherungsträger der Region unserer beiden Länder zu leiden hätten“, sagte Ziegler. Es gehe darum, die Kräfte zu bündeln für eine starke gemeinsame Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg, von der die Bürgerinnen und Bürger in beiden Ländern profitierten.