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Harms informiert sich mit Hohnen über Brandenburgs Beteiligung an internationaler Polizei-Zusammenarbeit

veröffentlicht am 25.05.2009

Europa-Staatssekretär Gerd Harms hat sich bei einem gemeinsamen Besuch mit Innenstaatssekretär Hans-Jürgen Hohnen über die Arbeit des Internationalen Zentrums der Fachhochschule der Polizei informiert. Dabei unterstrichen beide Staatssekretäre am Montag in Oranienburg die Bedeu-tung der internationalen Polizeizusammenarbeit. „In einer Zeit immer en-gerer Vernetzungen liegt die Unterstützung anderer Staaten beim Aufbau von leistungsfähigen demokratischen Polizeistrukturen auch in unserem eigenen Sicherheitsinteresse“, erklärte Harms.

Hohnen ging insbesondere auf die gute Zusammenarbeit mit Mazedonien ein. „Wir sind über die Hilfe zu echten Partnern geworden. Aus der anfänglichen Pro-jektunterstützung beim Aufbau der Polizei in Mazedonien hat sich inzwischen eine vertrauensvolle Kooperation mit regelmäßigen Treffen entwickelt, die weit über den Polizeibereich hinausgeht. Brandenburg leistet damit auch einen von unseren Partnern sehr geschätzten Beitrag zur Heranführung Mazedoniens an die Europä-ischen Union.“ Harms bezeichnete das Internationale Zentrum als „wichtige Kon-taktstelle in das In- und Ausland“.

Derzeit befinden sich fünf Polizeibeamte des Landes im Auslandseinsatz, darunter der Leiter der Cottbuser Wache, Polizeioberrat Mario Rogus. Er wurde kürzlich Leiter des deutschen Kontingents bei der EU-Polizeimission in Bosnien-Herzegowina (EUPM). „Dass das deutsche EUPM-Kontingent jetzt unter Leitung eines brandenburgischen Polizeibeamten steht, ist eine große Auszeichnung für unsere Polizei. Es zeigt, wie hoch Bundespolizei und die anderen Länder die Leis-tungsbereitschaft und – fähigkeit brandenburgischer Polizisten einschätzen“, sagten Harms und Hohnen.

Brandenburg beteiligt sich seit 1994 an internationalen Friedensmissionen. Seither waren insgesamt 80 Polizeivollzugsbeamte im Auslandseinsatz, einige sogar mehrfach in unterschiedlichen Missionen. Vorrangige Einsatzgebiete waren dabei Kosovo, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Afghanistan.

Über das Internationale Zentrum in Oranienburg werden unter anderem die Aus-ländseinsätze von brandenburgischen Polizisten organisiert. Es verfügt dafür über einen Personalpool, der die Beamten auswählt und betreut, die sich freiwillig zu diesen Einsätzen melden. Der Pool stellt sicher, dass Brandenburg jederzeit in der Lage ist, Beschlüsse der Innenministerkonferenz (IMK) zur Entsendung von Poli-zeivollzugsbeamten in Auslandsmissionen kurzfristig umzusetzen. Derzeit befin-den sich 63 Beamte im Personalpool.

Außerdem organisiert das Zentrum den Auslandsaustausch von Lehrenden und Studenten und bereitet Polizeianwärter auf die künftigen neuen Anforderungen vor, die sich aus den mit der EU-Erweiterung zu erwartenden Veränderungen in der Sicherheitslage ergeben. Daneben arbeitet das Zentrum an Konzepten für eine verbesserte Sprachausbildung in Englisch und veranstaltet grenzüberschreitende Seminare zur polizeilichen Zusammenarbeit.