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Kabinett stimmt Bericht zur Anwendung des Prinzips Geschlechtergerechtigkeit in der Verwaltungspraxis zu

veröffentlicht am 05.05.2009

Das Kabinett hat heute dem Bericht zur Umsetzung von Projekten in der Landesverwaltung zugestimmt, die sich mit Geschlechtergerechtigkeit beschäftigen. Damit sei für alle Ressorts der Grundstein gelegt, eine flächendeckende Verankerung der Strategie der Geschlechtergerechtigkeit (Gender Mainstreaming) und deren Umsetzung in die Arbeit der Verwaltung sicherzustellen, betonte Familienministerin Dagmar Ziegler, die den Bericht vorgelegt hatte.

Der Bericht beinhaltet erste Resultate der Realisierung eines Kabinettbeschlusses vom März 2007. Dieser hatte zum Ziel, in jedem Ministerium und der Staatskanzlei mindestens ein Projekt zur Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit durchzuführen. Zum Ende der Pilotphase sind sieben Projekte abgeschlossen, neun weitere laufen noch. „Die Umsetzung der Maßnahmen in allen Ressorts der Landesregierung spiegelt das breite Themenspektrum des Prinzips Geschlechtergerechtigkeit wider“, hob Ziegler, die zugleich auch Gleichstellungsbeauftragte der Landesregierung ist, hervor.

Die Ministerin verwies auf zwei Pilotmaßnahmen, die besonders erfolgreich waren: Die Entwicklung geschlechtergerechten Unterrichts im Rahmen der Lehramtsausbildung sowie die Weiterentwicklung des geschlechterspezifischen Ansatzes bei der Drogenpräventionsarbeit im Landesgesundheitsamt. Ziegler wörtlich: „Hierbei handelt es sich um die grundlegende Veränderung unserer Sichtweise auf die bisherigen Angebote. Männer und Frauen, Jungen und Mädchen gehen unterschiedlich mit Problemen um, hier muss man unterschiedliche Fragen stellen und entsprechend unterschiedliche Lösungen anbieten“.

Ziegler unterstrich zudem: „Die Integration des Prinzips der Geschlechtergerechtigkeit in die tägliche Praxis der Verwaltung ist ein langwieriger Prozess, der einen regen Erfahrungsaustausch und immer wieder neue Impulse erfordert. Aus diesem Grund hat mein Haus in den letzten drei Jahren diverse Fachveranstaltungen unter Einbeziehung von externen Fachleuten aus Politik und Verwaltung durchgeführt und wird diese auch weiterhin zur Vertiefung des Gender-Wissens in allen Fachbereichen der Verwaltung fortsetzen.“