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Platzeck: Bulgarienvisite erfolgreich - Energie-Know-how und Transformationserfahrung gefragt

veröffentlicht am 30.04.2009

Brandenburgs Energie-Know-how werde zunehmend zum Exportschlager, so Ministerpräsident Matthias Platzeck zum Abschluss seines offiziellen Bulgarien-Besuchs. „Die politische Spitze Bulgariens zeigte großes Interesse an unseren Erfolgen und Erfahrungen beim Ausbau erneuerbarer Energien und beim technologischen Vorsprung für eine klimaneutrale Braunkohleverstromung“, sagte Platzeck wörtlich. Beim ersten Besuch eines Brandenburgischen Regierungschefs in dem Balkanland war der Ministerpräsident u.a. mit Premier Sergej Stanishev, der stellvertretenden Ministerpräsidentin Dr. Meglena Plugchieva sowie Umweltminister Dzhevdet Tchakarov zusammengekommen.

Zweites zentrales Thema der Gespräche war die bevorstehende Umstrukturierung der bulgarischen Abfall- und Wasserwirtschaft. „Hier zählt man auf unsere Transformationserfahrung“, sagte Platzeck, der den Bulgarischen Umweltminister nach Brandenburg einlud und Erfahrungsaustausch auf Expertenebene anbot. „Wir wollen dem neuen EU-Mitglied unsere guten Erfahrungen zur Nachnutzung anbieten, Fehler vermeiden helfen und märkischen Unternehmen auch hier ein Geschäftsfeld eröffnen.“

Platzeck wurde bei seinem Besuch von einer Delegation brandenburgischer Unternehmer begleitet. Sie hatten an Treffen mit den Spitzen im Wirtschafts- und Umweltministerium teilgenommen. „Brandenburgs politisch vorangetriebene Energiekompetenz hat sich bei den Gesprächen der brandenburgischen Unternehmer in Bulgarien als Türöffner erwiesen“, stellte Platzeck fest. Er gehe davon aus, dass aus den Gesprächen dauerhafte wirtschaftliche Beziehungen entstehen so wie beispielsweise beim uckermärkischen Unternehmen Enertrag, das an der Schwarzmeerküste eine 100 Millionen-Euro-Investition realisiert. Er werde persönlich auch die Kontaktaufnahme der bulgarischen Seite mit dem Hennigsdorfer Schienenfahrzeughersteller Bombardier unterstützen, nach dem sich Premier Stanishev mit Blick auf die bevorstehende Erneuerung des Waggonparks der Bulgarischen Staatsbahn erkundigt hatte. „Wir werden in Brandenburg an wirtschaftlichen Kontakten in mehreren Bereichen weiterarbeiten, weil Bulgarien ein prosperierendes Land ist, das selbst in Zeiten der Krise gut dasteht“, sagte Platzeck.

Der Ministerpräsident zeigte sich auch beeindruckt, mit welcher Konsequenz die bulgarische Regierung der Korruptionsrüge der EU-Kommission begegne. „Es hat Gesetzesänderungen gegeben, organisatorische Veränderungen und wo es sein musste auch Personalwechsel“, so Platzeck. Er ermunterte die bulgarische Führung, bei den Anstrengungen nicht nachzulassen.