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Staatssekretär Harms: Zukunft der Kyritz-Ruppiner Heide liegt in ziviler Nutzung

veröffentlicht am 01.01.2009

Der Bevollmächtigte des Landes beim Bund und für Europaangelegenheiten, Staatssekretär Gerd Harms, hat eine rasche politische Entscheidung zugunsten einer zivilen Nutzung des so genannten Bombodroms in der Kyritz-Ruppiner Heide angemahnt. „Die Menschen in der Region brauchen endlich Klarheit“, betonte Harms heute anlässlich der traditionellen Neujahrswanderung gegen die Einrichtung eines Luft-Boden-Schießplatzes. Er fügte hinzu: „Eine Perspektive für die strukturschwache Region, deren wichtigste Zukunftschancen in einem sanften Tourismus liegen, ist nur ohne einen solchen Schießplatz denkbar. Der Bund muss auf den Bombenabwurfplatz verzichten.“

Die rechtlichen Auseinandersetzungen könnten sich noch jahrelang hinziehen, sagte Harms. „Diese andauernde Unsicherheit ist den Menschen nicht länger zuzumuten. Die wirtschaftliche und touristische Entwicklung in der Region wird dadurch gebremst. Viele notwendige Investitionen sind aufgrund der unklaren Rechtslage bereits unterblieben.“

Die Menschen im Nordwesten Brandenburgs und im Süden Mecklenburg-Vorpommerns brauchten eine Perspektive und Zuversicht. Harms: „Es muss Schluss sein mit dem seit Jahren andauernden Hick-Hack und immer neuen Planspielen. Die Parlamente und die Landesregierungen von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind sich einig in ihrem Engagement für eine friedliche Nutzung eines wertvollen Stücks Natur. Es ist an der Zeit, dass das Bundesverteidigungsministerium die Konsequenzen zieht und den Rückzug antritt.“