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Platzeck gratuliert Bürgerinitiativen zur Auszeichnung mit Regine-Hildebrandt-Preis - Verzicht auf Bombodrom-Pläne gefordert

veröffentlicht am 26.11.2008

Ministerpräsident Matthias Platzeck hat der Bürgerinitiative „Freie Heide“ und der „Aktionsgemeinschaft Freier Himmel“ zur Auszeichnung mit dem Regine-Hildebrandt-Preis herzlich gratuliert. Die Geehrten engagieren sich seit Jahren für eine zivile Nutzung des so genannten Bombodroms in der Kyritz-Ruppiner Heide. Anlässlich der feierlichen Verleihung des Preises betonte Platzeck heute:

„Den beiden Initiativen ist es gelungen, ein ganz breites Bündnis gegen die Einrichtung eines Luft-/Boden-Schießplatzes in der Kyritz-Ruppiner Heide zu schmieden: Unternehmen, Orts- und Kreisverbände von Parteien, Umweltorganisationen, die großen Kirchen und Künstler sind dabei. Und der Protest, der auch bundesweit wahrgenommen wird, ist konstruktiv. Er richtet sich nicht nur gegen das Bombodrom, das Engagement zielt insbesondere auf eine friedliche Nutzung eines wertvollen Stücks Natur.

Für die strukturschwache Region, deren wichtigste Zukunftschancen in einem sanften Tourismus liegen, wäre ein Truppenübungsplatz ein Desaster. Durch Lärm- und Schadstoff-Emissionen wäre jede touristische Perspektive, die sich dort in den vergangenen Jahren entwickelt hat, unmöglich. Rund 15.000 Arbeitsplätze wären durch eine endgültige Entscheidung für das Bombodrom bedroht. Zahlreiche notwendige Investitionen sind schon jetzt wegen der unklaren Rechtslage unterblieben.

Die Region braucht endlich Klarheit. Die rechtlichen Auseinandersetzungen können sich noch jahrelang hinziehen. Es ist unzumutbar auf deren Abschluss zu warten. Es bedarf einer politischen Klärung. Die Landesregierungen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg werden sich auch weiterhin für eine zivile Nutzung der Kyritz-Ruppiner-Heide einsetzen. Mein Amtskollege Erwin Sellering und ich streiten hier gemeinsam. Wir fordern, dass der Bundesverteidigungsminister endlich sein Beharren aufgibt und einen durchaus möglichen, ehrenwerten Rückzug antritt.“