www.stk.brandenburg.de

Platzeck: Investition gegen schlechte Stimmung

veröffentlicht am 25.11.2008

Im symbolischen Baustart der schwäbischen „Erhard Automotive“ für eine Neuinvestition in Potsdam sieht Ministerpräsident Matthias Platzeck einen Beleg für unternehmerischen Mut und Weitsicht. „Der Spatenstich ist ein Signal gegen den sich ausbreitenden wirtschaftlichen Pessimismus“, sagte Platzeck auf der heutigen Feier des Marktführers beim Bau metallischer Tanksysteme für Nutzfahrzeuge. „Gerade Familienunternehmen sind es, die in Zeiten einer sich rasch wandelnden und globalisierten Wirtschaftswelt Krisen mit geballter Kraft begegnen, statt nur an Personalabbau zu denken.“ Hier werde Verantwortung gelebt, weil man in Generationen denke, statt in kurzfristiger Renditemaximierung.

Platzeck nannte das mittelständische Unternehmen aus Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg ein „typisches schwäbisches Tüftler-Unternehmen“. Langfristige Investitionen in hochmoderne Maschinen, Innovationen und motivierte Mitarbeiter seien das Rezept, mit dem „Erhard Automotive“ erfolgreich sei. „Die Zutaten für den Erfolg scheinen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten so manchen Unternehmen und Managergarden verloren gegangen zu sein“, sagte Platzeck. „Es lohnt jedoch, sich darauf zu besinnen und seinen eigenen Stärken zu vertrauen.“

Erhard Automotive GmbH wird in Potsdam Tanksysteme und Medienbehälter für Nutzfahrzeuge und PKW herstellen. Der Beginn der Serienproduktion ist für Mitte 2010 vorgesehen. Das Unternehmen rechnet zunächst mit 50 Arbeitsplätzen. Die Zahl soll bis 2013 auf 150 steigen. Geplant sei zudem die Ansiedlung der Erhard Services GmbH, einer Qualifizierungsgesellschaft für Mitarbeiter mit bis zu 300 Beschäftigen. Die voraussichtliche Investitionssumme beträgt 20 Mio. Euro.

Platzeck betonte, die Ansiedlung spreche für den Standort Brandenburg. Wörtlich sagte der Ministerpräsident: „Unternehmen mit Innovationskraft siedeln sich dort an, wo das Umfeld stimmt. Und das wird nicht nur durch Standortfaktoren wie Infrastruktur und Wirtschaftsförderung, sondern auch durch gutes gesellschaftliches Klima bestimmt. Für junge Ingenieure aus der Region ist die Erhard-Manufaktur eine Riesenchance.“