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Landeshochschulrat startet in zweite Arbeitsperiode

veröffentlicht am 23.09.2003

Ministerpräsident Matthias Platzeck hat heute in Potsdam in Anwesenheit von Wissenschaftsministerin Johanna Wanka neue Mitglieder für die zweite Arbeitsperiode des Landeshochschulrates bestellt. Dem Gremium gehören 13 namhafte Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft an, die mit externem Sachverstand an der Hochschulentwicklung Brandenburgs mitwirken.

Neu bestellt wurden Frau Prof. Dr. Karin Donhauser, Professorin für die Geschichte der deutschen Sprache, Diachronie und Sprachwandel an der Humboldt-Universität zu Berlin, die Theaterwissenschaftlerin Frau Prof. Dr. Erika Fischer-Lichte (Freie Universität Berlin), Dr. Alexander Gauland, Herausgeber der Märkischen Allgemeinen Zeitung, Hubert Marbach, Vorstandsmitglied bei Vattenfall Europe Mining sowie der Chefvolkswirt der Siemens AG, Prof. Dr. Bernd Stecher.

Erneut in das Gremium berufen wurden die langjährige Präsidentin der Oberfinanzdirektion Cottbus Frau Dr. Etta Schiller, der Geistes- und Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Michael Daxner, Prof. Dr. Johann Schneider, Prof. für Sozialpädagogik an der FH Frankfurt/Main, der Aufsichtsratsvorsitzende der IBM Deutschland GmbH Erwin Staudt sowie Prof. Dr. Cornelius Weiss, ehemaliger Rektor der Universität Leipzig.

Die Amtszeit der heute vom Ministerpräsidenten bestellten Berater dauert bis zum Jahr 2007.

Weiterhin gehören dem Landeshochschulrat drei Mitglieder aus der ersten Arbeitsperiode (1999 – 2003) an, die erst im Jahr 2001 bestellt worden waren. Dabei handelt es sich um Frau Prof. Dr. Catherine Bandle, Mathematikprofessorin an der Universität Basel, Prof. Jens Goebel, Professor für Mathematik an der FH Schmalkalden sowie den Gründungsrektor der FH Magdeburg Prof. Hans-Jürgen Kaschade.

Ministerpräsident Platzeck betonte anlässlich der Bestellung, der Landeshochschulrat habe sich um die Hochschulen des Landes und deren Entwicklung sehr verdient gemacht. Er fungiere auf vielfältige Weise als Mittler zwischen Staat und Hochschulen. Platzeck bekräftigte, Hochschuldung und Wissenschaft seien ein „zentrales politisches Anliegen der Landesregierung“. Jede der existierenden Wissenschaftseinrichtungen werde gebraucht.

Platzeck: „Lehre und Studium müssen so attraktiv gestaltet werden, dass wir junge Menschen aus Brandenburg hier halten, aus Berlin und anderen Bundesländern sowie aus dem Ausland anziehen.“ Der Ministerpräsident machte deutlich, dass er sich von anspruchsvollen Angeboten der hiesigen Hochschulen auch ein Signal gegen Resignation und Abwanderung unter der brandenburgischen Jugend verspricht: „Gerade die noch jungen brandenburgischen Hochschulen sollten in der Lage sein, mit einem anwendungsorientierten Profil das Maß an Selbstständigkeit zu vermitteln, das im Arbeitsleben, insbesondere zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen gebraucht wird.“ Platzeck betonte weiter: „Regional ist die Bildung von Clustern im Sinne von ´Wissensräumen´ anzustreben, von denen kleine Unternehmen etwas haben. Die Hochschulen müssen dabei als Kompetenzzentren in der Region eine Schlüsselrolle spielen.“

Ministerin Wanka unterstrich: „Mit seinen Empfehlungen zur Hochschulentwicklung in Brandenburg hat der Landeshochschulrat eine Bestandsaufnahme der bisherigen Entwicklung, eine Momentaufnahme sowie wichtige Vorschläge für die Zukunft vorgelegt. Dafür sind ihm die Landesregierung und die Hochschulen zu Dank verpflichtet.“

Der Landeshochschulrat hatte im Frühjahr 2003 „Empfehlungen für zukunftsstarke Hochschulen in Brandenburg“ vorgelegt. Darin hatte er den Hochschulen Profilschärfung und mehr Wettbewerb bei gleichzeitiger engerer Zusammenarbeit bis hin zur systematischen Vernetzung untereinander und mit anderen Wissenschaftseinrichtungen der Region Berlin-Brandenburg empfohlen. Die Empfehlungen sind im Internet unter www.landeshochschulrat.brandenburg.de abrufbar. Der 1999 ins Leben gerufene Landeshochschulrat unterstützt die Hochschulen bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben und bei der Zusammenarbeit mit der Landesregierung. Außerdem berät er Hochschulen und Landesregierung in wissenschaftspolitischen Fragen und ist am Auswahlverfahren für die Präsidenten der Hochschulen beteiligt.