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Brandenburg und Ile de France bekräftigen Zusammenarbeit

Platzeck: „Unsere Regionen verbindet Freundschaft“; Regionale Kontakte gewinnen an Bedeutung

veröffentlicht am 22.09.2003

Brandenburg und die französische Hauptstadtregion Ile de France heben ihre freundschaftlichen Beziehungen auf eine neue Ebene. Während eines Besuchs von Ministerpräsident Matthias Platzeck am Montag in Paris wurde eine Gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit beider Regionen unterzeichnet. Brandenburg die Ile de France sehen darin auch einen Beitrag für den Aufbau eines gemeinsamen Europa in der künftig erweiterten EU. Bestandteil der Vereinbarung ist ferner, dass die gemeinsame Zusammenarbeit auch weiteren Regionen in den Erweiterungsländern der Europäischen Union offen stehen soll.

Der Ministerpräsident zeigte sich in seiner Ansprache hochzufrieden mit dieser Entwicklung und hob hervor, die Beziehungen zwischen Brandenburg und Ile de France seien nicht nur durch Vertrauen, sondern durch „aufrichtige Freundschaft“ geprägt. Platzeck: „Mit Frankreich in guter, vertrauensvoller und inspirierender Nachbarschaft zu leben, ist für Deutschland von existenzieller Bedeutung. Mit Blick auf unsere Geschichte sind wir uns durchaus bewusst, dass dieser Umstand keine Selbstverständlichkeit ist. Umso mehr liegt uns die aufmerksame Pflege dieser Beziehungen sehr am Herzen.“

Die „Gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit zwischen dem Land Brandenburg und der Region Ile de France“ orientiert darauf, die Zusammenarbeit vorwiegend über direkte Kontakte zwischen Kooperationspartnern zu entwickeln und durch die öffentlichen Verwaltungen zu unterstützen. Als Schwerpunkt-Kooperationsfelder werden die Wirtschaft, der Bereich Raumordnung und Verkehr, der Umweltschutz, die Kultur, der Schüleraustausch und Schulpartnerschaften, die berufliche Bildung und das Finanzwesen genannt. Auf diesen Bereichen sollen der Erfahrungs- und Informationsaustausch vorangebracht und gemeinsame Projekte entwickelt werden.

Künftig soll auch die polnische Hauptstadtregion mit der Wojewodschaft Masowien in die Kooperation einbezogen werden. Damit arbeiten Brandenburg, Ile de France und Masowien auf regionaler Ebene im Geist des so genannten Weimarer Dreiecks, das 1991 durch die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens aus der Taufe gehoben worden war, um durch regelmäßige Konsultationen die gutnachbarlichen Beziehungen zwischen den drei Staaten inmitten Europas zu pflegen.