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Ministerpräsident diskutierte mit jüdischen und nichtjüdischen Schülern in Begegnungsstätte Gollwitz

veröffentlicht am 04.09.2003

„Das Gespräch gerade zwischen jungen Menschen jüdischen und nichtjüdischen Glaubens ist für uns in Brandenburg wichtig, da der gelebte Dialog zwischen Glaubensrichtungen hier im Land eine feste Tradition hat, die fortgeschrieben wird“, sagt Ministerpräsident Matthias Platzeck. Heute traf er mit Schülern der Voltaire Gesamtschule in Potsdam und des jüdischen Gymnasiums Berlin in der Begegnungsstätte in Gollwitz zusammen, um mit ihnen über das Thema „Jüdisches Leben in Berlin und Brandenburg“ zu sprechen. „Wir begrüßen, dass seit der Wende in Brandenburg und Berlin wieder jüdische Gemeinden durch Zuwanderung entstanden sind. Sie sind eine Bereicherung für die Region“, so Platzeck.

Zu dem Gespräch hatte die Stiftung „Begegnungsstätte Schloss Gollwitz“ eingeladen, deren Beiratsmitglied Ministerpräsident Platzeck ist und die bereits in den letzten beiden Jahren Veranstaltungen mit Schülern in Gollwitz durchgeführt hat. Die Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, Juden und Nichtjuden zu Austausch und Gespräch zusammenzuführen. Für den Sitz der Stiftung wird das Herrenhaus in Gollwitz bei Brandenburg gemeinsam mit der Stiftung Denkmalschutz mit Spendenmitteln rekonstruiert. In dem Gebäude sollen nach endgültiger Fertigstellung Seminare durchgeführt werden, die sich an Jugendgruppen, Vereine, Lehrer und Schüler richtet. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse ist Schirmherr der Stiftung.

„Wir begrüßen sehr den Besuch des Ministerpräsidenten, der hier in Gollwitz ein wichtiges Zeichen für jüdisch-nichtjüdisches Zusammenleben setzt“, sagte der Vorsitzende der Stiftung, der Berliner Rechtsanwalt Dr. Peter-Andreas Brand. Er freue sich über das Engagement der Schulen und Schüler, die an der Veranstaltung teilnehmen, sagte Brand, und hob ferner die Bereitschaft verschiedener Spender hervor, die diese Veranstaltung erst ermöglicht habe.