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Kleine Gemeinde mit großem Engagement

veröffentlicht am 30.08.2003

Ministerpräsident Matthias Platzeck sieht die Prignitz-Gemeinde Premslin als Beweis dafür, dass auch kleine Orte große Kräfte entfalten und damit viel erreichen können. Platzeck war am Samstag Gast beim 7. Brandenburger Dorffest, das in diesem Jahr in Premslin gefeiert wurde. Premslin mache als eine kleine Gemeinde mit großem Engagement von sich reden, lobte der Ministerpräsident in seiner Rede.

Platzeck nannte als Beispiel die vorbildliche Verbindung von Landwirtschaft und Landurlaub. So hätten 17 Höfe für das Dorffest ihre Tore geöffnet. Für eine aktive Landwirtschaft spreche, dass eine bäuerliche Erzeugergemeinschaft und fünf Wiedereinrichter durchaus erfolgreich Flächen bewirtschafteten. Platzeck verwies zudem darauf, dass unter den 543 Dorfbewohnern 161 Kinder und Jugendliche sind. Premslin verfüge über eine moderne Kindertagesstätte. Das Prädikat kinderfreundlich sei von herausragender Bedeutung, so Platzeck.

Der Ministerpräsident misst den Erfolgen Premslins eine Vorbildfunktion für das ganze Land zu. Deshalb seien auch die bisherigen Dorffeste Brandenburgs in guter Erinnerung: „Erster Gastgeber war 1996 die traditionsreiche Fläminggemeinde Seehausen. Das zweite Brandenburger Dorffest in der Oderbruch-Gemeinde Neutrebbin konnte wegen des Oderhochwassers 1997 erst 1998 stattfinden, und wir erlebten eine Präsentation als Kolonistendorf aus der Zeit Friedrichs des Großen. 1999 startete die Spreewaldgemeinde Schlepzig mit einem buntem Kahnkorso das 3. Dorffest. 2000 lockte die Nationalparkgemeinde Mescherin in die Uckermark mit einem deutsch-polnischen Fest am Oderufer. 2001 war Vielitz – ausgezeichnet als familienfreundliches Dorf – Ausrichter des 5. Fests. 2002 setzte Kroppen an der brandenburgisch-sächsischen Grenze diese Tradition fort.“

Platzeck resümierte: „Jeder hat seine besonderen Stärken. Diese zu erkennen, sich bewusst zu machen, welches Potenzial darin steckt und die daraus resultierenden Chancen entschlossen zu nutzen – das ist die Herausforderung der Landesentwicklung im Ganzen.“