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ABC-Abwehrregiment 1 in Strausberg offiziell im Dienst: Woidke dankt Bundeswehr für weitere Stärkung des Standortes

veröffentlicht am 06.04.2022

Mit einem feierlichen Appell ist heute in Strausberg (Landkreis Märkisch-Oderland) das neue ABC-Abwehrregiment 1 der Bundeswehr offiziell in Dienst gestellt worden. Dabei betonte Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Strausberg ist bereits einer der größten Bundeswehr-Standorte im Osten Deutschlands. Mit dem neuen Regiment wird er weiter aufgewertet. Die Bundeswehr ist damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und prägender Teil der Stadt Strausberg." Bisher sind mehr als 2.000 Soldatinnen und Soldaten in Strausberg im Dienst. Mit dem ABC-Abwehrregiment 1 kommen je 700 Aktive und Reservisten hinzu.


Das neue Regiment wird seit Oktober 2020 in Strausberg aufgebaut und ergänzt das ABC-Abwehrkommando der Bundeswehr mit seinen bisherigen Regimentern in Bruchsal (Baden-Württemberg) und Höxter (Nordrhein-Westfalen). Seine endgültige Struktur soll das Strausberger Regiment bis 2027 erreichen. In den Standort östlich von Berlin werden dazu insgesamt fast sieben Millionen Euro investiert.


Das Abwehrkommando klärt atomare, biologische und chemische Kampfstoffe sowie industrielle Gefahrstoffe auf und sorgt für die Dekontaminierung. Das Kommando ist als Teil der Streitkräftebasis Ansprechpartner für die zivil-militärische Zusammenarbeit. Bei schweren Unglücken oder Katastrophen kann es gemäß Artikel 35 des Grundgesetzes zur Amts- und Katastrophenhilfe in zivilen Bereichen eingesetzt werden.


Woidke erinnerte daran, dass der Bundeswehr-Standort Strausberg noch 2019 aufgegeben werden sollte. „Aber wir haben uns erfolgreich für den Erhalt eingesetzt. Heute ist hier das Kommando Heer ansässig, ein Rechenzentrum wird gebaut, zwei Kasernenstandorte prägen nachhaltig die Arbeit der Bundeswehr. Ich bin überzeugt, dass das ABC-Regiment 1 sehr gut hier her passt. Strausberg ist genau der richtige Ort. Sichtbar und repräsentativ, mitten in der attraktiven Hauptstadtregion. Hier können sich Soldatinnen und Soldaten mit ihren Familien niederlassen oder Familien gründen. Auch das ist uns wichtig: Die Bundeswehr-Angehörigen sollen sich bei uns wohlfühlen. Wir wollen, dass sie sich hier zuhause fühlen."


Woidke unterstrich zudem erneut die Bedeutung der Bundeswehr für ganz Brandenburg: „Wir wissen, dass wir uns auf unsere Bundeswehr verlassen können - und die Bundeswehr kann sich auf uns verlassen. Dass wir dieses Vertrauen haben können, dafür bin ich den Soldatinnen und Soldaten sehr dankbar. Solche Appelle wie heute zeigen, dass bei uns Politik, Militär und Gesellschaft an einem Strang ziehen. Unser Land und die Bundeswehr gehören zusammen.


Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl ist in der aktuell völlig veränderten Sicherheitslage von besonderem Wert. Durch den von Wladimir Putin befohlenen völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieg auf die freie und demokratische Ukraine wachsen die vor uns liegenden Aufgaben, verschieben sich unsere Prioritäten. Die Landesverteidigung rückt in den Vordergrund - und auch die Unterstützung unserer NATO-Partner.


Der grausame Krieg in der Ukraine zeigt uns, dass wir zur Verteidigung bereit sein müssen. Die besonnene und gleichzeitig entschlossene Linie, die unsere Bundesregierung in dieser Situation vorgegeben hat, unterstütze ich ausdrücklich. Wir sind und wir werden keine Kriegspartei in der Ukraine. Aber die Bundeswehr muss personell, materiell und strukturell in der Lage sein, ihre Aufgaben effizient und effektiv wahrzunehmen. Sie muss flexibel und leistungsstark in der Landes- und Bündnisverteidigung sein. Dabei sind wir es den Soldatinnen und Soldaten schuldig, sie im Dienst so gut wie möglich auszurüsten und zu schützen."

Pressemitteilung als PDF (application/pdf 205.5 KB)