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Solide in der Corona-Krise und gute Aussichten für die Zukunft: Ministerpräsident und Chefin der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit optimistisch für 2022

veröffentlicht am 09.02.2022

Brandenburg kann in diesem Jahr mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit rechnen. Nach einer Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit könnte der Rückgang in Brandenburg stärker ausfallen als in den anderen Bundesländern. Das sagte die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, Ramona Schröder, heute im Gespräch mit Ministerpräsident Dietmar Woidke. Beide trafen sich in der Staatskanzlei zu einem Jahresauftaktgespräch. Woidke äußerte sich erleichtert, wie gut Brandenburg bislang die Corona-Pandemie bewältigt hat und betonte die enormen Potenziale des Landes, gestärkt aus dieser Krise hervorzugehen.   


Woidke: „Unsere Wirtschaftspolitik ist sehr erfolgreich. Das spiegelt sich insbesondere im Zuwachs der Beschäftigung wider. In nahezu allen Branchen ist eine positive Entwicklung zu beobachten. Bereiche wie die Hotellerie und Gastronomie, die durch Corona das Gegenteil erleben, unterstützen wir so gut es geht - unter anderem mit Überbrückungshilfen und dem Kurzarbeitergeld. Zudem hoffen wir für den Frühling auf eine deutliche Erholung und Verbesserung in diesem Bereich. Aufgrund hoher Investitionen, intensiver Vorbereitungen und guter Kooperationen der regionalen Akteure sind wir zudem überzeugt, dass auch die Strukturentwicklung der Lausitz im Süden Brandenburgs ein Erfolg wird."


Schröder betonte, die Zusammenarbeit zwischen Bundesagentur und Landesregierung sei konstruktiv, zielorientiert und erfolgreich. Das gelte auch für die weiteren Partner am Arbeitsmarkt. Sie fügte hinzu: „Wir rechnen trotz der Corona-Einschränkungen mit einer Fortsetzung des Aufschwungs am Arbeitsmarkt in Brandenburg. Gleichzeitig wird es in mehreren Branchen bereits schwieriger, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. Die Sicherung des Fachkräftebedarfs ist unsere gemeinsame Verantwortung. Die Unternehmen können entscheidend dazu beitragen, indem sie die Fachkräfte von morgen bereits heute selbst ausbilden. Die guten Perspektiven des Brandenburger Arbeitsmarktes können auch für Berliner Jugendliche ein Anreiz sein, eine Ausbildung in Brandenburg zu absolvieren."


Den Erfordernissen der Wirtschaft entsprechend und mit Blick auf die Bewerberpotenziale verstärken die Arbeitsagenturen ihre Zusammenarbeit über die Ländergrenzen hinweg. Schröder: „Die Bundesagentur stellt derzeit ein länderübergreifendes Team zusammen, welches die boomende Region rund um den Flughafen BER regionenübergreifend bedienen wird. Im Landkreis Dahme-Spreewald haben wir mit 3,8% Arbeitslosenquote nahezu Vollbeschäftigung erreicht. Daher müssen zwangsläufig Bewerberpotenziale aus den umliegenden Landkreisen angesprochen werden und ebenso aus Berlin. Auch für die Lausitz bauen wir ein solches Team - mit Fachleuten der Arbeitsagenturen aus Brandenburg und Sachsen - auf, um die Herausforderung der Strukturentwicklung in dieser Region gemeinsam besser bewältigen zu können."


Woidke: „Trotz aller Unterschiede sind die Arbeitsmärkte von Berlin und Brandenburg eng miteinander verflochten. Dies zeigen nicht zuletzt die wachsenden Pendlerströme. Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt führt aber auch dazu, dass die in vielen Regionen und Branchen schon jetzt bestehenden Fachkräfteengpässe zunehmen werden. Um Fach- und Arbeitskräfte für Brandenburg auszubilden, zu gewinnen und zu halten, braucht es einerseits die Unterstützung aller Arbeitsmarktakteure der Region von Bundesagentur für Arbeit über Sozialpartner bis hin zu den Kammern. Es braucht aber auch verstärkte Anstrengungen der Unternehmen, um weitere Potenziale des Arbeitsmarktes zu erschließen. Dazu gehören ‚Gute Arbeit‘ genauso wie Aus- und Weiterbildung oder auch eine verstärkte Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland. Ich bin froh, dass wir mit der Bundesagentur für Arbeit dabei einen verlässlichen Partner haben."


Einen Kurzbericht zur Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit zu den regionalen Arbeitsmarktprognosen 2021/2022 finden Sie im Internet unter https://doku.iab.de/kurzber/2021/kb2021-21.pdf.