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Landesstrategie zur Beruflichen Orientierung verabschiedet

Zu den Ergebnissen der Kabinettssitzung teilt die stv. Regierungssprecherin Eva Jobs mit:

veröffentlicht am 28.09.2021

Das Kabinett hat heute die Fortschreibung der Landesstrategie zur Berufs- und Studienorientierung verabschiedet. Sie heißt zukünftig Landesstrategie zur Beruflichen Orientierung und definiert für die brandenburgischen Schulen und Begleitakteure den Handlungsrahmen zur Umsetzung einer systematischen, individuellen und praxisorientierten Beruflichen Orientierung. Die Landesstrategie wird sukzessive ab dem Schuljahr 2022/2023 umgesetzt.


Bildungsministerin Britta Ernst: „Die Landesstrategie ist ein bedeutender Meilenstein zur Unterstützung des Berufswahlprozesses und des Übergangs unserer Schülerinnen und Schüler von der Schule in den Beruf. Im Zuge ihrer Umsetzung sollen vorrangig erfolgreiche Berufsorientierungsangebote verstetigt werden. Zudem soll das bestehende Maßnahmenpaket gezielt um neue Elemente ergänzt werden, um Impulse zur qualitativen Weiterentwicklung der Beruflichen Orientierung zu setzen. Mein herzlicher Dank gilt allen an der Fortschreibung Beteiligten."


Um die brandenburgischen Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf eine Ausbildung oder ein Studium vorzubereiten, soll die Berufliche Orientierung im Zuge der Fortschreibung der Landesstrategie perspektivisch weiterentwickelt und auf organisatorischer Ebene praxisnäher und verbindlicher gestaltet werden. Auf pädagogischer Ebene wird eine höhere Individualität angestrebt. Zudem sollen die jeweiligen regionalen Gegebenheiten stärker Berücksichtigung finden und die Berufliche Orientierung digitaler gestaltet werden.


Die Landesstrategie formuliert strategische und operative Ziele, Leitlinien sowie Handlungsfelder. Zu den zentralen Vorhaben in der Beruflichen Orientierung in den kommenden Jahren zählen die Einführung des digitalen Berufswahlpasses 4.0, die Entwicklung einer modularen Fortbildungsreihe für Schulleitungen und Lehrkräfte oder die Digitalisierung des Auszeichnungsverfahrens „Schulen mit hervorragender Berufs- und Studienorientierung".


Weitere wesentliche Neuerungen der Landesstrategie zur Beruflichen Orientierung im Überblick:



  • Umbenennung der „Landesstrategie zur Berufs- und Studienorientierung" in „Landesstrategie zur Beruflichen Orientierung" gemäß der Empfehlung zur Beruflichen Orientierung der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2017,

  • Konzeption der Landesstrategie als adressatenorientiertes Informationsangebot für folgende Zielgruppen: Schülerinnen und Schüler, Schulleitungen und Lehrkräfte, Eltern, Unternehmen und Institutionen der Wirtschaft sowie

  • Berücksichtigung zentraler Evaluationsergebnisse (z. B. Evaluation der Prognos AG zur Entwicklung von Berufswahlkompetenz in der Sekundarstufe I von 2021)


Angesichts des Querschnittscharakters und der Komplexität der Beruflichen Orientierung ist die Landesstrategie im Rahmen eines umfangreichen Beteiligungsprozesses fortgeschrieben worden. Im Zuge dessen wurden durch das federführende Bildungsministerium insgesamt mehr als 30 Stakeholder und Begleitakteure der Beruflichen Orientierung wie Verwaltungsbehörden, Wirtschaftsverbände/Kammern, Gewerkschaften und Bildungsträger sowie schulische Gremien beteiligt.


 

Pressemitteilung als PDF (application/pdf 215.0 KB)