Staatskanzlei

Campus Brauhausberg: Land sieht in reger Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern starkes Signal für das Großprojekt

veröffentlicht am 05.07.2026

Insgesamt 77 Stellungnahmen haben Bürgerinnen und Bürger sowie Behörden im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung zum Bebauungsplanverfahren für den künftigen Universitätscampus auf dem Potsdamer Brauhausberg eingereicht. Bis Mitte dieser Woche waren an zwei Orten in der Landeshauptstadt und im Internet die Ergebnisse des vorausgegangenen städtebaulichen Qualifizierungsverfahrens einsehbar. Diese sind jetzt die Grundlage für die Aufstellung des Bebauungsplans und die Änderung des Flächennutzungsplans für das Areal. 

Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke: „Das große Interesse der Bürgerinnen und Bürger zeigt, wie sehr ihnen die Entwicklung der Stadt und des Brauhausberges am Herzen liegt. Und es untermauert die Bedeutung unseres Vorhabens: Wir schaffen in einem deutschlandweit wahrscheinlich einzigartigen Verfahren einen hochmodernen neuen Universitätscampus mitten in unserer Landeshauptstadt.“ 

Besonders dankte Woidke der Stadt: „Innerhalb von nur einem Jahr hat die Stadt die Grundlagen für den Bebauungsplan geschaffen. Von Anfang an stand dabei Transparenz im Mittelpunkt. Die Verknüpfung von digitaler Beteiligung, effektiven Werkstattverfahren, öffentlichen Ausstellungen und ausführlichen Informationsforen setzt Maßstäbe für die moderne Stadtplanung.“

Oberbürgermeisterin Noosha Aubel unterstrich: „Auch im weiteren Prozess werden wir unter Beweis stellen, dass ein hohes Tempo und eine professionelle, gründliche Planung kein Widerspruch sind. In diesem Projekt liegen große Chancen: Potsdams Wissenschaftslandschaft zukunftsfähig weiterzuentwickeln, das studentische Leben dauerhaft im Herzen der Stadt zu verankern und zugleich eine städtebauliche Aufwertung zu erreichen. Unser Ziel ist ein nachhaltiger und lebendiger Campus, der sich zur Stadt öffnet, in sie ausstrahlt und damit eine Bereicherung für ganz Potsdam wird.“ 

Die im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange zum Bebauungsplan Nr. 188 „Universitätscampus Brauhausberg“ und zur Änderung des Flächennutzungsplans eingegangenen Stellungnahmen der Bürgerinnen und Bürger, aber auch 36 Hinweise von Behörden, werden jetzt ausgewertet und in die weitere Planung einbezogen. Zeitgleich dazu werden Fachgutachten ausgearbeitet. Dabei geht es unter anderem um die Themen Mobilität und Verkehr, Entwässerung, Artenschutz, Boden und Baugrund, Schall und Luftqualität. Auf Basis der Beteiligung und der Gutachten soll im zweiten Halbjahr 2026 der förmliche Bebauungsplanentwurf erarbeitet werden. Der Beschluss des Bebauungsplans durch die Stadtverordnetenversammlung ist für das kommende Jahr vorgesehen. 

Hintergrund: 

Das Land Brandenburg, die Universität Potsdam und die Hasso Plattner Foundation (HPF) hatten am 2. Juni 2025 einen Letter of Intent zum Neubau des Campus Brauhausberg sowie zum Ausbau des Hasso-Plattner-Instituts und der gemeinsam mit der Universität Potsdam betriebenen Digital Engineering Fakultät am Campus Griebnitzsee unterzeichnet.

Mit dem Ausbau des HPI und der Digital Engineering Fakultät will Brandenburg einen wichtigen Beitrag zur digitalen Souveränität Deutschlands und Europas leisten. Die Digital Engineering Fakultät wird weitere Masterstudiengänge, internationale Kooperationen und Forschungsschwerpunkte insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz entwickeln.

Dazu will die Hasso Plattner Foundation die bislang von der Universität Potsdam genutzten Flächen und Gebäude am Campus Griebnitzsee übernehmen. Im Gegenzug stellt sie auf dem Brauhausberg einen weiteren Campus für die Universität Potsdam bereit.

Der neue Uni-Campus auf dem Brauhausberg soll für Forschung und Lehre international Maßstäbe setzen. Die Universität Potsdam wird zugleich an den Standorten in Golm und am Neuen Palais gestärkt. So sollen im gesamten Stadtgebiet moderne, leistungsfähige und zukunftsorientierte Studienbedingungen geschaffen werden.

 

Pressemitteilung als PDF (application/pdf 79.9 KB)