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Deutsch-Polnische Journalistenpreise verliehen – Harms gratuliert Preisträgern – Medientage in zweiter Auflage

veröffentlicht am 18.06.2009

Die Deutsch-Polnischen Journalistenpreise 2009 sind heute Abend in Szczecin (Stettin) feierlich verliehen worden. Die Preisträger kommen in diesem Jahr von der Gazeta Wyborcza, von Polskie Radio Olsztyn und vom ZDF-Infokanal. Brandenburgs Europastaatssekretär Gerd Harms, der die Landesregierung bei der Preisverleihung und den zweiten Deutsch-Polnischen Medientagen in Stettin vertritt, gratulierte den Preisträgern.

Harms sagte: „Die diesjährigen Preisträger haben sich aus dem großen Teilnehmerfeld mit 145 Einsendungen bei der unabhängigen Jury durchgesetzt. Im Namen der brandenburgischen Landesregierung gratuliere ich ihnen herzlich. In ihren Beiträgen haben die Preisträger überzeugend das vielfältige, sich immer mehr verflechtende Alltagsleben von Deutschen und Polen nachgezeichnet, haben berührende Geschichten erzählt. Nachdem im vergangenen Jahr deutsche Beiträge als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen waren, hatten in diesem Jahr unsere polnischen Nachbarn mit zwei Siegbeiträgen die Nase vorn.

Die Preisverleihung und die Medientage hier in Stettin haben einmal mehr deutlich gemacht, wie sehr unsere beiden Länder zusammenwachsen. Ich freue mich für die Stettiner Gastgeber über die gelungene Veranstaltung und wünsche den Medientagen und dem Journalistenpreis noch viele erfolgreiche Jahrgänge.“

Ausgezeichnet wurden:

Kategorie Presse:
`Auf der anderen Seite der Briefmarke´
Wlodzimierz Nowak in Zusammenarbeit mit Friederike Lippold,
Gazeta Wyborcza

Ein Gespräch mit Manfred Schulz, einem Berliner Sammler, der auf einer Auktion in Düsseldorf Briefe vom Warschauer Aufstand verkaufte. Die Geschichte hat in Deutschland und Polen viel Wirbel ausgelöst. Die Autoren haben in dem Beitrag die deutsch-polnische Familie anschaulich und farbig dargestellt. Es ist ihnen gelungen, Gegenwart und Vergangenheit zu verknüpfen und die Charaktere mit hohem journalistischem Können herauszuarbeiten.

Kategorie Hörfunk:
´Am Anfang gab es nur einen Traum´
Alicja Kulik
Polskie Radio Olsztyn

Oberhausen hat ein Gasometer und ein Einkaufzentrum. Beide ziehen viele Leute an. Dieser geballten Sogwirkung von Gasometer und Einkaufszentrum hat sich ein polnisches Ehepaar entgegengestemmt und ein Kultrestaurant gegründet: Restauracja Gdanska. Es ist mehr als ein gewöhnliches Restaurant. Es ist Lesestube, Begegnungsstätte, Kulturhaus und daneben eine Einrichtung, in der man Speisen zu sich nimmt. Der Weg bis dorthin war dornig. Die Eigentümer der Restauracja Gdanska kamen in den 1980er Jahren nach Deutschland. Heute sind sie anerkannt, sie haben es geschafft.


Kategorie Fernsehen:
´ Tod in Breslau - Crime time: Marek Krajewski´ –
Martin Schöne und Tobias Gohlis
ZDF-Infokanal

Die Autoren verbindet die Leidenschaft für Kriminalromane. Sie haben eine Reihe von TV-Porträts internationaler Krimiautoren produziert. Mit Blick nach Osten kamen sie nicht an dem Polen Marek Krajewski vorbei, von dem inzwischen fünf Kriminalromane auf Deutsch erschienen sind. Nach Ansicht der Autoren sind die Kriminalromane Krajewskis ein großartiges Medium, um deutsch-polnische Geschichte lebendig zu machen, Spaß an Geschichte zu wecken. Dieses Kunststück ist ihnen zusammen mit Kameramann Sebastian Hattop und Cutter Lazlo Bredy in ihrem Fernsehbeitrag gelungen.

Nominiert waren ferner:

Kategorie Presse
Bartosz Wielinski mit dem Beitrag „Der bekannteste deutsch-polnische Rechtstreit um ein Kind“ in der Gazeta Wyborcza
Jan Opielka mit dem Beitrag „Lukas Podolski gibt ein Beispiel“ in „ Die Welt“
Birk Meinhardt mit dem Beitrag „Stadt, Land, Frust“ in der Süddeutschen Zeitung
Katrin Schröder mit dem Beitrag “Feuerwehrleute finden ihren eigenen Weg zum Nachbarn” in der Sächsische Zeitung


Kategorie Hörfunk
Jolanta Rudnik mit dem Beitrag „Gnadentod“ im Radio Koszalin S.A.
Patrycja Gruszynska-Ruman mit dem Beitrag „Unschuldig für schuldig befunden“ in Polskie Radio
Claudia van Laak mit dem Beitrag „Guben, Gubin und die Neiße – ein halbes Jahr eine offene Grenze“ im Deutschlandradio Kultur
Achim Nuhr mit dem Beitrag „Soviel Armut gab’s noch nie. Die Verlierer des polnischen Wirtschaftsbooms“ im WDR Köln
Krzysztof Visconti mit dem Beitrag “Praga – Berlin” im RBB radio multikulti.

Kategorie Fernsehen
Elzbieta Bis und Bartosz Dudek mit dem Beitrag „Zwischen Oder und Rhein, Folge 10“ im TV Polonia
Krzysztof Kalukin mit dem Beitrag „Das elfte Gebot“ in Telewizja Polska S.A.
Gdansk
Monika Mazanek-Wilczynska mit dem Beitrag „Expansion nach Westen“ im TVP Szczecin
Wioletta Weiß und Antonia Schmidt mit dem Beitrag “Das Wunder von Swiebodzin” im RBB Fernsehen
Adrian Bartocha mit der Porträtreihe „Zu Gast bei unseren polnischen Nachbarn – Der Alltag in Grenznähe acht Monate nach Schengen“ im RBB Fernsehen


Alle Informationen zu den Medientagen auf www.medientage.org.