Staatskanzlei

„Lebendige Partnerschaft“ – Woidke trifft Marschall von Lubuskie

veröffentlicht am 29.04.2026

Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke hat heute den  Marschall der Wojewodschaft Lubuskie, Sebastian Ciemnoczołowski, zum Antrittsbesuch im Land Brandenburg empfangen. Es war das erste offizielle Zusammentreffen beider Gesprächspartner nach der Ernennung Ciemnoczołowskis. Woidke betonte nach dem Gespräch in Potsdam: „Brandenburg und Lubuskie sind durch eine lebendige Partnerschaft eng verbunden. Unsere Zusammenarbeit ist geprägt von Vertrauen, Respekt und gemeinsamen Projekten in den Bereichen Wirtschaft, Bildung und  Kultur. Die Pflege und Weiterentwicklung dieser Verbindung ist ein wichtiges Anliegen für die brandenburgische Landespolitik.“

 

Woidke und Ciemnoczołowski werden beim Spitzentreffen der Oder-Partnerschaft am 26./27. Mai 2026 in Posen ihre Regionen vertreten. Das grenzübergreifende Netzwerk aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und westpolnischen Wojewodschaften feiert in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen.

Ein wichtiges Thema des Gesprächs war die bislang nicht ausreichende Unterstützung der Bundesregierung für die Elektrifizierung und den zweigleisigen Ausbau der Ostbahn. Woidke: „Die Ostbahn ist eine der wichtigsten deutsch-polnischen Schienenverbindungen. Der zweigleisige Ausbau ist von enormer Bedeutung. Deswegen werde ich beim Spitzentreffen der Oder-Partnerschaft eine gemeinsame Forderung auf den Weg bringen, um die Verkehrsinfrastruktur zwischen Deutschland und Polen zu verbessern.“

Ministerpräsident und Marschall tauschten sich zudem über die aktuelle Situation an der deutsch-polnischen Grenze aus. Woidke unterstrich die Bedeutung eines möglichst reibungslosen Grenzverkehrs für Pendlerinnen und Pendler. Brandenburg hatte sich gegenüber dem Bund für zusätzliche verkehrliche Entlastungsmaßnahmen wie eine weitere Fahrspur auf der Autobahn eingesetzt. Zugleich bekräftigte Woidke das gemeinsame Interesse an einer Rückkehr zum Normalzustand ohne Grenzkontrollen.

Darüber hinaus sprachen Woidke und Ciemnoczołowski über die Weiterentwicklung der gemeinsamen Gesundheitsregion. Beide Seiten betonten die großen Chancen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der medizinischen Versorgung. Ziel ist, bestehende Kooperationen weiter auszubauen und die Modellregion Gesundheit Lausitz voranzubringen. Dabei spielt auch die Zusammenarbeit zwischen der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem und der Universität Zielona Góra eine wichtige Rolle, insbesondere in der Medizinerausbildung und der akademisierten Pflegeausbildung. Woidke: „Wir wollen die medizinische Versorgung in der Grenzregion weiter verbessern, Fachkräfte gewinnen und das Zusammenwirken unserer Einrichtungen weiter vertiefen.“

Eine besondere Bedeutung messen beide auch dem Austausch von Schülern und Jugendlichen bei. Mit Lubuskie gibt es 61 Schulpartnerschaften. Brandenburg will auch künftig den Schüler- und Jugendaustausch fördern. Seit mehr als 20 Jahren besteht das Schulprojekt „Latarnia“ in Frankfurt und Słubice. Ziel des Projekts ist das regelmäßige gemeinsame Lernen deutscher und polnischer Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines wöchentlichen Begegnungstages. Woidke: „Es ist ein hervorragendes Beispiel für die gelebte Partnerschaft zwischen Brandenburg und Lubuskie. Hier wird der Alltag junger Menschen konkret. Durch gemeinsames Lernen entsteht Vertrauen und entwickelt sich Sprachkompetenz. Solche Projekte sind eine wichtige Grundlage für die Zukunft unserer gemeinsamen Grenzregion.“

 

Pressemitteilung als PDF (application/pdf 77.5 KB)