Das Land Brandenburg

Hauptstadt: Potsdam
Fläche: 29.477,16 km²
Einwohner: 2 457 872 (2014/Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg)


Der 11. Juni 1157 gilt für viele Historiker als Gründungstag der historischen Mark Brandenburg. An diesem Tag gelang Albrecht I. von Brandenburg aus dem Geschlecht der Askanier, genannt Albrecht der Bär, nach langer Belagerung die Rückeroberung der Brandenburg. Damit wurde das Gebiet zum Bestandteil des Heiligen Römischen Reiches und aus der Nordmark entstand die Mark Brandenburg..

Das am 3. Oktober 1990 neu gegründete Land Brandenburg liegt im Nordosten der Bundesrepublik Deutschland. Mit dem Stadtstaat und der gleichzeitigen Bundeshauptstadt Berlin bildet Brandenburg einen im nationalen und europäischen Maßstab bedeutenden Metropolen- und Ballungsraum. Die Landeshauptstadt ist Potsdam.

Mit einer Gesamtfläche von 29 476 km2 und einer maximalen Entfernung von Nord nach Süd und West nach Ost von 244 und 291 km zählt Brandenburg zu den flächenreichsten Ländern Deutschlands und ist gleichzeitig das größte der neuen Bundesländer. Das Land zeichnet sich durch die längste Außengrenze zu Polen mit einer Gesamtlänge von rund 250 km aus.



Geologisch zählt Brandenburg von der Uckermark im Norden bis zur Elbe-Elster Niederung im Süden des Landes zum Norddeutschen Tiefland mit einer maximalen Höhe von 201 m über NN (Kutschenberg/Oberspreewald-Lausitz). Es ist mit einem reichen Formenschatz eiszeitlicher Landschaften ausgestattet, die bis heute die Ursprünglichkeit und Vielfalt des äußeren Erscheinungsbildes Brandenburgs bestimmen.

Prägend für das heutige Landschaftsbild Brandenburgs sind die als Folge der glazialen Prozesse entstandenen Niederungen und Täler, die die brandenburgische Fluss- und Seenlandschaft bestimmen. Durch den ständigen Wechsel von 33.000 km Flussläufen u.a. von Spree, Havel, Rhin, Nuthe und Dahme sowie eine Vielzahl von Kanälen und ca. 3000 Seen ist Brandenburg das gewässerreichste Land der Bundesrepublik.

Charakteristisch für Brandenburg ist darüber hinaus eine Vielzahl auch heute noch das Land prägender und zum Teil trockengelegter Niederungslandschaften und Vermoorungen (wie etwa das Oderbruch und der Spreewald). International bedeutende Feuchtgebiete auf der Grundlage der Ramsar-Richtlinie sind insbesondere das Untere Odertal (Polder Schwedt) mit einer Ausdehnung von 54 Quadratkilometern, das Teichgebiet Peitz mit einer Fläche von 10,6 Quadratkilometern sowie die Niederung der unteren Havel mit Gülper See mit einer Gesamtfläche von 57,9 Quadratkilometern.

Neben den Siedlungs- und Verdichtungszentren des Landes verfügt Brandenburg in weiten Landesteilen noch über weitgehend ursprüngliche und schutzwürdige Flächen in Form von Natur- und Landschaftsschutzgebieten. Gesamtgenommen erreichten die landesweiten Natur- und Landschaftsschutzgebiete Ende 1998 eine Fläche von rund 1,2 Millionen ha.