Miteinander in's Gespräch kommen
Verwaltung kann nur funktionieren, wenn die Beschäftigten miteinander reden. Zwar reden Führungskräfte täglich mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber für Gespräche über die Qualität der Zusammenarbeit oder die gegenseitigen Erwartungen ist nicht immer in ausreichendem Maße Zeit.
Solche Defizite können zu Missverständnissen, Frustration und damit zu nicht befriedigenden Arbeitsergebnissen führen. Damit kann dann die Umsetzung von Zielen und Plänen behindert oder sogar gefährdet werden. Wenn es zunehmend gelingt, die Anforderungen der Führungsebenen mit den Vorstellungen der Beschäftigten in Einklang zu bringen, besteht die Chance, dass Verwaltung künftig noch besser funktioniert. Mitarbeiterbeteiligung muss dabei als Schlüssel zum Erfolg der Veränderungsprozesse angesehen werden. Trotz einer Informationsflut fühlen sich Mitarbeiter/-innen oft nicht ausreichend informiert, d.h. nicht mit spezifischen Informationen versorgt. Ein Weg, um dieses Ziel zu erreichen, soll die Einführung regelmäßiger Mitarbeitergespräche sein. Führen über Ziele, die ein wesentliches Steuerungsinstrument in einer modernen Verwaltung darstellen, erfordert unabhängig von den vielfältigen Gesprächskontakten in der täglichen Arbeit turnusmäßig stattfindende, umfassende Gespräche.
Diese Mitarbeitergespräche sollen mindestens einmal pro Jahr als "Vier-Augen-Gespräch" zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiter/-innen losgelöst vom unmittelbaren Tagesgeschehen geführt werden. Inhalte dieses Gesprächs sind Aspekte der Führung sowie Stand und Perspektiven der Zusammenarbeit in fachlicher und zwischenmenschlicher Hinsicht, der Aufgabenwahrnehmung, der Arbeitsbedingungen, aber auch der beruflichen Weiterentwicklung. Darüber hinaus bieten die Gespräche die Möglichkeit, künftige Ziele zu vereinbaren, somit einen ergebnisorientierten Dialog zu führen.
Die Koordinierungsstelle für Personalmanagement erarbeitet derzeit Vorschläge für eine flächendeckende Einführung der Mitarbeitergespräche in der Landesverwaltung ab dem Jahr 2003.
[ Michaela Schubert-Linke ]
michaela.schubert-linke@stk.brandenburg.de
23.12.2002

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