format_B

Impressum | SiteMap

I. Fachtagung zum Personalmanagement

Am 29. August 2002 fand in der Staatskanzlei die I. Fachtagung der KPM zum Personalmanagement statt. 230 Dienststellenleiter, Personalverantwortliche, Gleichstellungsbeauftragte, Personal- und Schwerbehindertenvertretungen sowie Vertreter anderer Bundesländer und des Bundes nahmen teil. Auf der Veranstaltung wurden wichtige Themen eines modernen Personalmanagements vorgestellt und diskutiert.

Prof. Dr. Wagner, Vizepräsident für Wissenschafts-/Technologietransfer und Innovation an der Universität Potsdam zeigte aktuelle Entwicklungen in Wirtschaft und Verwaltung auf. Er erläuterte die Entwicklung vom Personalwesen zum Human Resource Management. Dabei wies er u.a. auf Entwicklungstendenzen in Führung und Zusammenarbeit hin, zeigte die Trends bei Arbeitszeitmodellen auf und erklärte die Instrumente einer integrierten Personalbeurteilung. Aus dem Justizministerium NRW wurde von Georg Steffens, Referatsleiter Organisation und Personal, die provokante Frage gestellt: Ist Mitarbeitermotivation lediglich eine Schimäre moderner Führung? Schnell wurde deutlich, dass Leistungsmotivation nicht beliebig zu steigern sei. Insbesondere verstärkte Kompetenzzuweisungen und flache Hierarchien könnten positive Veränderungen bewirken. Georg Steffens stellte fest, dass Menschen grundsätzlich leistungsmotiviert seien und einen eigenen Qualitätsanspruch an ihre Arbeit hätten. Wertschöpfung gelinge nur dann, wenn MitarbeiterInnen Wertschöpfungspartner seien, denn Wertschöpfung beruhe auf Wertschätzung.

Auch dem Thema Gesundheitsmanagement widmete sich die Veranstaltung. Der Leiter des Landesamtes für Soziales und Versorgung, Michael Witzkie, berichtete über ein Projekt zur betrieblichen Gesundheitsförderung im Landesamt. Auf der Basis der Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung wurden Gestaltungsvorschläge ausgearbeitet, die von der Erstellung von Führungsleitlinien über ergonomische Maßnahmen bis hin zu Angeboten der Verhaltensprävention reichen. Der Leiter der KPM, Dietmar Otto, erläuterte die Überlegungen zum Thema Rotation in der Landesverwaltung Brandenburgs. Die KPM, die auch eine Stellenbörse betreibt, will u.a. damit Modelle auf dem Weg zu mehr Flexibilität und Mobilität etablieren. Rotiert werden soll zukünftig sowohl innerhalb der Landesverwaltung, aber auch z.B. zur Bundesverwaltung, zu Behörden der EU oder Unternehmen der Wirtschaft. Sena Ceylanoglu, eine Vertreterin der Stabsstelle "Moderner Staat - Moderne Verwaltung" des Bundesministeriums des Innern wies auf die Eckpunkte eines modernen Personalmanagements in der Bundesverwaltung hin und erklärte insbesondere die Themen "Anforderungsprofile, Auswahlverfahren, Verwendungsplanung, Fortbildung und Frauenförderung". Der Vizepräsident des Bundesverwaltungsamtes, Giso Schütz, erläuterte die Bedeutung eines Personalcontrollings als Steuerungsinstrument der Verwaltung und hob dabei insbesondere die Frühwarn- und Lotsenfunktion dieses Steuerungsinstrumentes hervor, aber auch die Notwendigkeit, ein internes Qualitätsbewusstsein (u.a. durch Konkretisierung von Dienstleistungsstandards) zu schaffen.

Staatssekretärin Margret Schlüter stellte mit einem ihrer sogenannten Tandems - Mentor und Mentee - ihre Landesinitiative "Mentoring" vor. Sie führte u.a. aus, in der Wirtschaft seien Mentoring und Coaching längst etabliert. Auch in der Verwaltung setze sich immer mehr die Überzeugung durch, dass gesetzliche Regelungen und Pläne zur Gleichstellung allein nicht ausreichen, um weibliche Führungsnachwuchsförderung wirksam zu gestalten.

Michaela Schubert-Linke ]
michaela.schubert-linke@stk.brandenburg.de

16.10.2002