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Gesunde Verwaltung?

Gesundheitsmanagement in der Brandenburger Verwaltung

Die Gesundheit ist zwar nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts, sinnierte Arthur Schopenhauer und hatte damit unzweifelhaft Recht.

Ob ein Beschäftigter krank wird hängt von sehr vielen Faktoren ab. Ein Faktor berührt auch seine innere Einstellung zum Thema Gesundheit. Es wäre jedoch zu kurz gedacht, wenn ein Arbeitgeber sich damit zufrieden gibt, allein das Gesundheitsbewusstsein seiner Beschäftigten zu fördern. Auch das Arbeitsleben selbst kann vielfältig dazu beitragen, Krankheit zu begünstigen. Für die Verwaltung muss also gelten, Gesundheitsprävention umfassend zu betreiben, insbesondere die arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren mit einzubeziehen.

Das Land Berlin, das bereits seit zwei Jahren Gesundheitsmanagement in seiner Verwaltung betreibt, unterstützt die KPM aktiv bei der Einführung des Gesundheitsmanagements in der brandenburgischen Landesverwaltung.

An dieser Stelle sei aber auch auf die bereits existierenden, vielfältigen Aktivitäten der Ressorts hingewiesen, wie z.B. Begehungen der Betriebsstätten durch den betriebsärztlichen Dienst, Augenuntersuchungen für Beschäftigte an Bildschirmarbeitsplätzen, Informationsveranstaltungen zur Gesundheitsprävention (z.B. "Gesunder Rücken", Nichtraucherschutz, Stressbewältigung, Förderung des Freizeitsports etc.), Grippeschutzimpfungen, Führung von Personalgesprächen bei längeren Fehlzeiten, grundsätzliche Befürwortung aller Anträge auf Wiedereingliederung nach dem "Hamburger Modell", sowie der Abschluss von Dienstvereinbarungen zum Thema Suchterkrankungen.

In einem ersten Schritt, das Thema Gesundheitsmanagement in der Brandenburger Verwaltung zu etablieren, gilt es daher Informationen über bisherige Aktivitäten im Land zu sammeln. Dies kann beispielsweise durch Mitarbeiterbefragungen, die Einrichtung von Gesundheitszirkeln etc. geschehen. Darüber hinaus erarbeitet die KPM mit Unterstützung insbesondere des MASGF, des Landesinstituts für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sowie des Landesamtes für Soziales und Versorgung/Landesgesundheitsamt und der Schwerbehindertenvertretungen derzeit Eckpunkte, d.h. vorrangige Ziele eines Gesundheitsmanagements, die im Einklang mit der sog. Luxemburger Deklaration stehen sollen. Die überwiegende Zahl der Ressorts selbst diskutiert bereits intern über prioritäre Ziele eines Gesundheitsmanagements für die Landesverwaltung Brandenburgs. Des Weiteren strebt die KPM eine Vernetzung von Akteuren innerhalb und außerhalb der Verwaltung (Behördenleitungen, Personalvertretungen, Sicherheitsfachkräfte, Betriebsärzte, Krankenkassen etc.) an.

Die KPM beabsichtigt, sich diesem Thema in der nächsten Zeit intensiv zu widmen. Auch die geplante Fachtagung der KPM zum Personalmanagement wird das Thema Gesundheitsmanagement aufgreifen. In diesem Zusammenhang sei auch auf das Diskussionsforum im Intranet (bbIntern) verwiesen, in dem Sie Gelegenheit haben, Ihre Gedanken zu diesem Thema mitzuteilen.

Michaela Schubert-Linke ]
michaela.schubert-linke@stk.brandenburg.de

10.06.2002