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Motivation - das "A und O"!

Im Rahmen der Verwaltungsmodernisierung werden die Beschäftigten oftmals als wichtigste Ressource des Unternehmens "Verwaltung" bezeichnet. Diese Aussage trifft den Kern. Die Koordinierungsstelle für Personalmanagement - KPM - wird dieser Erkenntnis beispielweise mit der Einführung neuer Instrumente der Personalentwicklung Nachdruck verleihen.

Eine wesentliche Voraussetzung die Leistungsbereitschaft von Beschäftigten zu erhöhen, liegt in der Schaffung motivierender Arbeitsbedingungen. Damit sind nicht ausschließlich die äußeren Arbeitsbedingungen, wie z.B. gut ausgestattete Räumlichkeiten, die Bereitstellung moderner Bürotechnik oder finanzielle Leistungsanreize gemeint. Die Bereitschaft zu mehr Leistung ist vor allem von der "inneren Arbeitseinstellung" abhängig. Die Identifikation mit den Aufgaben, aber auch die Atmosphäre im Arbeitsalltag tragen maßgeblich zur Leistungsbereitschaft der Beschäftigten und damit zum Erfolg der Verwaltung bei.

Insbesondere Vorgesetzte sind gefordert, durch intensives Kommunizieren mit den Beschäftigten die Basis für eine motivierende Zusammenarbeit zu legen. Ein zentraler Baustein soll dabei das jährliche Mitarbeitergespräch sein, das sukzessive in der Verwaltung etabliert wird. Es erfreut sich sowohl bei Beschäftigten als auch bei Vorgesetzten zunehmend positiver Resonanz. Das institutionalisierte Mitarbeitergespräch soll in einem offenen und vertraulichen Dialog vor allem eine vom Arbeitsalltag losgelöste Kommunikation und Verständigung über Zusammenarbeit, Aufgaben, Arbeitsbedingungen und berufliche Entwicklung ermöglichen. Eine erste Handlungsempfehlung mit Leitfäden, sozusagen als "Werkzeugkoffer" ist bereits im Intranet (bbIntern) unter dem Angebot der KPM abrufbar.

Beschäftigte zu motivieren heißt neben einer intensiven Kommunikation aber auch, sie auf Fragen, die sie in ihrer täglichen Arbeit betreffen, Einfluss nehmen lassen, fachliche und soziale Qualifikationen gezielt weiterzuentwickeln, heißt letztlich Förderung der Beschäftigten. Vorgesetzte sollten sich selbstverständlich auch dem Thema Konfliktmanagement stellen, denn es ist im Wesentlichen ihre Aufgabe, die Qualität sozialer und organisatorischer Beziehungen am Arbeitsplatz zu erhöhen. Auch das Thema Mediation, d.h. die Vermittlung zwischen Konfliktparteien wird in diesem Zusammenhang künftig stärker in der Verwaltung Gehör finden müssen.

Wie bei den meisten Dingen im Leben, wird es auch bei der Einführung neuer Instrumente der Personalentwicklung Rückschläge geben. Nicht alles wird sofort gelingen. Aber mit Engagement und Geduld wird die Anwendung dieser Instrumente die Zufriedenheit in der täglichen Arbeit steigern und damit die Effizienz erhöhen.

Die KPM wird einen erfolgreichen Start für die Landesverwaltung strategisch mit begleiten und die Ergebnisse der Ressorts in größeren zeitlichen Abständen auswerten. So schaffen wir eine Verbindung zu den Anstrengungen, Qualitätsmanagement in der Landesverwaltung Brandenburgs einzuführen.

Michaela Schubert-Linke ]
michaela.schubert-linke@stk.brandenburg.de

10.06.2002