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nachgefragt bei Daniela Kroll...

Daniela Kroll, 35 Jahre,
Vollzugsdienstleiterin in der Jugendarrestanstalt Königs Wusterhausen

1. Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Meine Arbeit ist sehr abwechslungsreich, kein Tag gleicht dem anderen. Da der Jugendarrest längstens vier Wochen dauert, haben wir ständig neue Jugendliche in der Anstalt zu betreuen, im letzten Jahr waren es rund 700. Wir sind nur insgesamt 13 Mitarbeiter in der Arrestanstalt, die überwiegend im Schichtdienst arbeiten. Da muss die Organisation klappen, jeder ist dabei gefordert. Meine Aufgabe ist es unter anderem, die Dienstpläne zu erstellen und die Dienstabläufe zu kontrollieren. Ich mache auch regelmäßig Stationsgänge und bin Ansprechpartner für die Jugendlichen. Gibt es im Vollzug ernsthafte Probleme, werde ich benachrichtigt, wenn es sein muss auch zu Hause. So zum Beispiel, wenn ein Jugendlicher von einer externen Arbeitsstelle stark alkoholisiert in die Arrestanstalt zurückkehrt.

2. Was hat sich in den letzten Jahren geändert?

Es erleichtert die Arbeitsorganisation, dass das Personal mittlerweile kaum noch wechselt. Positiv ist auch, dass wir mit Computern ausgestattet wurden und für die "Arrestantenverwaltung" ein Fachverfahren benutzen können, wodurch zukünftig ein Haufen Papierkram wegfällt. Das Essen für die Jugendlichen wird dreimal täglich portioniert angeliefert, so dass keine Bediensteten mehr damit befasst sind. Auch am Gebäude hat sich einiges verändert. So wurden Gitter vor allen Fenstern eingebaut und alte Türen durch Sicherheitstüren ersetzt.

Mein Beruf ist alles in allem ein Job, bei dem ich mit viel Herzblut dabei bin.


30.04.2007