Das Projekt „ReMed“
Wir sind 13, nehmen an einem Aufstiegsstudium für den höheren allgemeinen Verwaltungsdienst am Institut für Verwaltungsmanagement Berlin (IVM) teil und kommen, bunt gemischt, aus der Landesverwaltung Brandenburg, der Stadt Frankfurt (Oder) und der Senatsverwaltung Berlin.
Die Aufgabe im Rahmen unseres Studiums: Die Suche nach einem Projekt für das Team zum Thema Verwaltungsmodernisierung.Das Ergebnis: Wir befassen uns mit der Ausgliederung des Brandenburgischen Instituts für Rechtsmedizin (BLR) aus der Landesverwaltung, können somit unmittelbar am Prozess der Verwaltungsmodernisierung im Land Brandenburg beitragen.
Hierzu wurde zwischen uns, dem MASGF als Auftraggeber und dem IVM ein Projektvertrag geschlossen.
Konkret hat der Projektauftrag die Entwicklung eines Organisationsmodells zum Inhalt, das durch teilweise oder vollständige Ausgliederung der Aufgaben des BLR aus der Landesverwaltung im Ergebnis den Landeszuschuss für die Zukunft verringern soll. Dem Modell wird die Rechtsform einer GmbH zugrunde gelegt werden, wobei Gesellschafter zu 100% das Land sein soll.
Die Gliederung des Projektes in drei Schritte macht das Vorhaben anschaulich:
1. Analyse des Ist-Zustandes; das Ergebnis wurde dem Auftraggeber und Vertretern des BLR in Form einer Zwischenpräsentation im August 2005 vorgestellt.
2. Entwicklung und Bewertung von zwei Geschäftsmodellen, zum einen einer vollständigen, zum anderen einer teilweisen Ausgliederung des BLR; das Ergebnis wurde ebenfalls als Teilschritt dem Auftraggeber in Anwesenheit von Staatssekretär Alber und Vertretern des IVM, des BLR, der Polizei sowie der Staatsanwaltschaft im Oktober präsentiert.
3. Erstellung eines Businessplans für das vom Auftraggeber favorisierte Geschäftsmodell einer vollständigen Ausgliederung des BLR; der Businessplan beinhaltet unter anderem Themenschwerpunkte wie das Kunden- und Produktspektrum, die Wettbewerbssituation, Vertriebswege/-strukturen, Schnittstellen zu Kooperationspartnern und Dienstleistern, Struktur und Umfang des Anlagevermögens, die Wirtschaftlichkeit (Bilanzen, GuV, Liquiditätsplanung), den Nachweis der Verringerung des Landeszuschusses sowie die notwendigen Qualitätsanforderungen.
Im Rahmen einer Abschlusspräsentation wird der Businessplan im Februar 2006 vorgestellt und gleichzeitig der Abschlussbericht an den Auftraggeber übergeben werden.
Zum Schluss zu den Rahmenbedingungen unseres Projektes: Uns, den 13 Teammitgliedern stehen insgesamt 780 Stunden innerhalb eines Zeitraumes von neun Monaten zur Verfügung. Wir bewältigen das Projekt zum Teil neben der Dienst- und Vorlesungszeit. Monatlich unterrichten wir den Auftraggeber über den Fortgang des Projektes.
Wir freuen uns, mit diesem Projekt aktiv zur Modernisierung der Landesverwaltung beitragen zu können.
[ Sylvia Strelow, Dirk Menger (Projektleitung) ]
18.01.2006

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