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Josef Nussbaum

Wenn’s ums Geld geht – ZBB!

Ob Bezüge, Kindergeld oder Beihilfe – ihr Geld erhalten die Beschäftigten der Landesverwaltung von der Zentralen Bezügestelle des Landes Brandenburg (ZBB). Als Anfang des Jahres 1991 der BAT-O in Kraft trat, war das nicht so selbstverständlich – natürlich nur technisch gesehen!

Um das neue Recht umsetzen zu können, musste so schnell wie möglich ein Bezügeverfahren installiert werden. Innerhalb eines halben Jahres waren die Voraussetzungen geschaffen und die ZBB begann ihr Leben unter dem „Dach“ der Oberfinanzdirektion Cottbus. Ende 1991 betreuten die 200 damals im Eiltempo intensiv geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bereits rd. 67.000 „Zahlfälle“.
Heute, vierzehn Jahre später, ist die ZBB die größte Zahlstelle des Landes. Sie ermittelt und überweist nicht nur die Bezüge der Angestellten und Arbeiter, der aktiven Beamten und der Versorgungsempfänger, sie ist auch Beihilfestelle und Familienkasse. Sie betreut in – aus Nutzersicht sicherlich zu knappen – Sprechzeiten die Kolleginnen und Kollegen persönlich und telefonisch und ist Ansprechpartner für die Personalakten führenden Dienststellen. Darüber hinaus ist die ZBB Dienstleister für Gehaltszahlungen für über 25 Einrichtungen und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die mittelbar mit der Landesverwaltung verbunden sind. Insgesamt wird die Aus- und Weiterbildung der Bediensteten nach wie vor groß geschrieben, nur so sind kompetente und schnelle Reaktionen auf die vielfältigen Änderungen im Besoldungs- und Tarifrecht möglich.
Auch die Informationstechnik spielt eine immer größere Rolle in der ZBB. Im Zeitraum von 2002 bis 2004 wurde eine neue Software – KIDICAP 2000 – installiert. Heute verfügt die ZBB über ein Verfahren, das bereits seit vielen Jahren in mehreren Ländern und beim Bund erfolgreich eingesetzt wird. Rechtsänderungen sind nun flexibel und – durch die Arbeitsteilung aller Anwender – kostengünstig zu bewältigen. Allerdings war die Einführung von KIDICAP über den langen Zeitraum von drei Jahren für die Beschäftigten der ZBB neben ihrem „normalen“ Tagesgeschäft eine Zerreißprobe. Es ist überwiegend ihrem Engagement zu verdanken, dass die Umstellung fast geräuschlos ablief.
Der Wechsel der technischen Basis ist aber nur ein Baustein, um das Bezüge- und Beihilfewesen künftig noch stärker service- und kostenorientiert zu erledigen. So können die Bediensteten der Landesverwaltung ab September 2005 unter www.zbb.brandenburg.de fachbezogene Informationen und Formulare online abrufen. Personalakten führende Dienststellen finden zusätzlich aktuelle News, die auf dem Postweg erst viel später eingehen. Um die derzeit langen Wartezeiten beim Kindergeld und der Bearbeitung von Beihilfeanträgen zu verkürzen, wird an kurzfristigen Lösungen zum Abbau der Arbeitsrückstände, aber auch an langfristig greifenden Konzepten mittels IT-Unterstützung gearbeitet. Dazu kommen neue Herausforderungen. Derzeit werden bundesweit grundlegende Änderungen der Bezahlungssysteme diskutiert, deren Auswirkungen heute noch gar nicht abgeschätzt werden können.
Schon jetzt verstehen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ZBB als Servicebereich für die gesamte Landesverwaltung. Wenn sich eine weitere Zentralisierung von Aufgaben im Land als sinnvoll erweisen sollte, könnte die ZBB alle Dienstleistungen „rund ums Geld“ anbieten.

Josef Nussbaum ]
Josef.Nussbaum@zbb.brandenburg.de

13.10.2005