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Beate Blechinger

nachgefragt ...bei Beate Blechinger, Ministerin der Justiz

Ministerin für Justiz

1. Wenn Sie Chef eines Theaterensembles wären: Wie hieße ihr neuestes Bühnenstück über die Brandenburger Landesverwaltung und welchem Genre würden Sie es zuordnen?
Ich schwanke: Shakespeares „Wie es euch gefällt“ wäre als Komödie mit Happyend gut geeignet, Thomas Brussigs „Helden wie wir“ würde mir als Posse wohl gefallen.

2. Welchen Rat hätte Fürst Pückler dem Landesvater in Sachen Verwaltungsmodernisierung gegeben?
Es gelten die Regeln der Parkgestaltung: Auf die freien Sichtachsen achten, Trampelpfade legalisieren, da es offenbar bewährte Wege sind, weder Monokulturen noch Wildwuchs zulassen und die sturmerprobten alten Bäume nicht umsägen.

3. Wo ist Ihr Lieblingsplätzchen in Brandenburg?
Geheimtipps verrät man nicht, weil sie dann nicht mehr geheim sind. Nur soviel: es hat mit Wasser, Vogelzwitschern und viel Ruhe zu tun.

4. Welches ist Ihr „liebstes“ Fremdwort im Zusammenhang mit der Verwaltungsmodernisierung und warum?
„Gender Mainstreaming“, es klingt so bedeutend. Ich habe allerdings den Eindruck, dass nicht jeder Kopf, aus dem es kommt, auch weiß, was es bedeutet.

5. Welches Element der Modernisierung setzen Sie in der Verwaltung Ihres privaten Haushalts bereits erfolgreich ein?
Zielvereinbarungen. Die schließe ich sogar mit mir selber ab.

6. Nennen Sie eine Ihrer Tätigkeiten, die Ihnen überflüssig erscheint!
Manchmal frage ich mich, ob eine Justizministerin am Schreibtisch oder im Mitarbeitergespräch nicht mehr bewirkt als eine, die Grußworte vorliest.

7. An was denken Sie, wenn Sie eine Vision für Brandenburg entwickeln könnten?
Theodor Fontane hat einmal gesagt, „das Beste an Brandenburg sind die Menschen“. Ich wünsche mir, dass die Menschen, die in Brandenburg leben und jene, die nach Brandenburg kommen, diese Erfahrung machen.


13.10.2005