KLR - von Welle zu Welle!
Erste Welle - was geschah im letzten Jahr?
Vor einem Jahr haben wir Sie mit einer Sonderausgabe von format B über den Start des KLR-Projekts der Landesverwaltung mit der sogenannten 1. Welle in vier Teilprojekten - Polizei, Landesbetriebe Landeslabor und Straßenwesen sowie Staatskanzlei, Abt. 1 und 2 - informiert. Seitdem ist viel passiert und noch viel mehr geplant!Nach dem Projektstart im November letzten Jahres musste erst einmal eine zweckmäßige Projektstruktur aufgebaut werden, die aus dem Zentralprojekt im Ministerium der Finanzen und den Teilprojekten in den sogenannten Pilotbehörden besteht.
Anschließend wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Projektteams der Teilprojekte und des Zentralprojekts beim Ministerium der Finanzen im Rahmen der Initialisierungsphase mit dem Projektvorhaben vertraut gemacht und für die Projektarbeit geschult. Aber auch der mit der Einführung der Kosten- und Leistungsrechnung beauftragte Dienstleister, das heißt, Beraterinnen und Berater aus den Firmen SAP, IBM und CSC Ploenzke, musste erst einmal lernen. Dazu waren ausführliche Gespräche mit den Beschäftigten vor Ort und Analysen des Ist-Zustandes notwendig, um daraus die Vorgehensweise für die weitere konzeptionelle Arbeit in Absprache mit dem Zentralkonzept und den Teilprojekten festzulegen.
Zu Beginn diesen Jahres lief in allen vier Bereichen die Konzeptionsphase an. Es wurden Sollkonzepte für die Einführung des neuen Rechnungswesens, insbesondere der Bereiche Finanzbuchhaltung, KLR/Controlling, Anlagenbuchhaltung, HKR und Projektsystem erarbeitet. Kennzeichnend für diese Zeit waren zahlreiche Workshops; Jour Fixes und Arbeitsmeetings mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Projektteams in allen Pilotbehörden.
Parallel dazu wurden Kostenträger, Kostenarten und Kostenstellen definiert und eine KLR-Systematik auf der Grundlage einheitlicher Landesstandards entwickelt. Dabei war insbesondere die Diskussion über die in den Pilotbehörden vorhandenen oder vermeintlichen Produkte, die Kostenträger, spannungsgeladen.
Nach der Konzeption folgte die Realisierung, die im Mai 2004 eingeläutet werden konnte. Danach wurden die in den verschiedenen Konzepten beschriebenen Strukturen und Systemeinstellungen aufgebaut bzw. installiert und die Verfahrensabläufe und notwendigen Einstellungen im System SAP R/3 implementiert.
Die danach erforderlichen Einzeltests sind inzwischen überwiegend abgeschlossen, so dass sich nunmehr Tests bezüglich der zu verarbeitenden Datenmengen und des störungsfreien Betriebes anschließen. In den Monaten November und Dezember werden die Endanwender in den Pilotbereichen geschult, so dass das Ziel, zum 01. Januar 2005 das neue Rechnungswesen auf Basis SAP R/3 und eine umfassenden Kosten- und Leistungsrechnung in den Pilotbehörden anzuwenden, in unmittelbarer Nähe ist.
Zweite Welle - wie geht's weiter mit KLR?
Mittlerweile steht fest, dass im Jahr 2005 in weiteren Behörden die KLR eingeführt werden soll. Auch diese sogenannte 2. Welle erfolgt mit Unterstützung externer Dienstleister, die derzeit mittels europaweiter Ausschreibung gesucht werden.Im Einzelnen ist Folgendes vorgesehen:
Die Erfahrungen der ab dem 01. Januar 2005 im Echtbetrieb arbeitenden Pilotbereiche der 1. Welle sollen laufend evaluiert werden, um diese Erfahrungen bei der Empfehlung für die weitere Vorgehensweise im Land Brandenburg berücksichtigen zu können.
Wir denken, dass wir damit auf einem guten und erfolgreichen Weg sind, der Landesverwaltung wirksame Instrumente einer transparenten und effektiven Arbeitsweise zu verschaffen.
[ Zentralprojekt KLR im Ministerium der Finanzen ]
29.12.2004

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