„Sprechen Sie Verwaltung?“
„Hä?“
„Na, macht nichts! Füllen Sie bitte trotzdem diesen (8-seitigen) Vordruck aus. Und falls Sie Fragen haben, schauen Sie einfach in der (21-seitigen) Ausfüllanleitung nach. Da sind ganz tolle Beispiele drin.“ Vom Liedermacher Reinhard Mey („zum Behuf der Vorlage...“) bis zum Ex-Kanzler Helmut Schmidt/Loriot („oder verstehen Sie Ihre Gasrechnung?“): wer hat sich noch nicht lustig gemacht über die Verwaltungssprache?Es scheint allgemein anerkannt, dass die Verwaltung ihre eigene Sprache spricht. Ganze Heerscharen haben sich eingefunden, dieses Phänomen zu erklären und Tipps und Tricks zur Verbesserung des Zwiegesprächs Kunde (Bürger oder Mitarbeiter) und Verwaltung zu verbreiten. Grund genug für die Redaktion sich erneut mit diesem Thema auseinander zu setzen. Nach dem Modernisierungskauderwelsch und dem Fremdwörterwahn in der Ausgabe 2/2002 geht es diesmal um bürgernahe Verwaltungssprache und lesergerechte Artikel in dieser Zeitung.
Diesen Themen haben wir eine ganze Seite gewidmet und zusätzlich einzelne „Informations-Kästen“ verstreut. Die Sprache, gesprochen oder geschrieben, ist und bleibt das wesentliche Mittel der Verständigung untereinander. Ob innerhalb der Verwaltung zwischen Behörden, Vorgesetzten und Mitarbeitern, oder im Kontakt zu Außenstehenden: Sie verdient unser Augenmerk und den Blick auf den Empfänger unserer „Botschaft“.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Spaß mit dieser Ausgabe von format B.
[ Olav Berger ]
11.06.2004

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