Die Polizei im Netz
www.internetwache.brandenburg.de
In der Vergangenheit haben besondere Einsatzlagen der Polizei genauso wie die tägliche Kommunikation mit dem Bürger gezeigt, wie wichtig es ist, dass tagesaktuelle Informationen schnellstmöglich bereitgestellt werden und ein Kontakt zur Polizei auf kurzem Weg möglich ist. Dazu wächst das Bedürfnis der Menschen an moderner, unbürokratischer Verwaltungsdienstleistung, die Zeit und Wege erspart. Die Vorteile des Mediums Internet als moderner Informations- und Kommunikationsweg liegen hierbei auf der Hand. Wer sich jedoch die Web-Angebote verschiedenster Verwaltungen ansieht, stellt fest, dass diese vor allem in puncto eGovernment vielfach nur wenig zufriedenstellend sind.Aus dieser Erkenntnis entstand in Brandenburgs Polizei im Oktober 2002 die Idee, eine „virtuellen Wache“ zu entwickeln, die online neben bedarfsgerechten, d.h. regionalbezogenen Informationen auch polizeiliche Dienstleistungen anbietet. Im Februar 2003 öffnete unter www.internetwache.brandenburg.de diese „Internetwache“ als Ergebnis polizeiinterner Projektarbeit erstmals ihre Pforten. Der Bürger hat u.a. die Möglichkeit, online eine Anzeige zu erstatten, eine Versammlung anzumelden, sich zu bedanken oder zu beschweren, einen Hinweis zu geben oder einfach nur Kontakt mit der Polizei aufzunehmen.
Mehr als 3000 Mal haben Bürger bisher mit ihrer Post diesen bundesweit beachteten elektronischen Polizei-Service genutzt. Neben allgemeinen Informationen über die Polizei, wie Erreichbarkeiten und Zuständigkeiten, erhält der User regionalbezogene Angaben zur Kriminalitäts- und Verkehrsunfalllage, sowie zur Prävention. In den vergangenen Monaten wurde forciert am Ausbau der Internetwache gearbeitet. Wesentliche Kriterien waren dabei Kundenfreundlichkeit, die Verbesserung interner Arbeitsprozesse als auch eine stärkere Zielgruppenorientierung.
So wurde beispielsweise am 12.03.2004 durch Innenminister Schönbohm die gemeinsam mit Studenten der Fachhochschule Brandenburg/Havel entwickelte erste multimediale „Kinderwache“ Deutschlands online gestartet. Ziel ist es, den Kindern auf spielerische Weise neben den Aufgaben der Polizei Wissen über Gefahren ihres Umfeldes und richtiges Verhalten in Gefahrensituationen zu vermitteln. Entscheidend ist auch, das Vertrauen von Kindern in „Ihre Polizei“ zu fördern bzw. zu festigen. Pünktlich zum Start der diesjährigen CeBIT präsentierte sich die Internetwache in einem neuen „Outfit“. Nicht nur das Design hat sich grundlegend geändert. Der Bürger kann nunmehr über eine Landkarte eine gewünschte Region auswählen und Angaben zu einem bestimmten Interessengebiet abfragen. Er erhält hier nicht nur die Daten über die nächstgelegene Wache, sondern auch über den zuständigen Revierpolizisten. Zusätzlich ermöglicht eine „Direktsuche“, nach Eingabe des Wohnortes und eines Informationsbereiches speziell darauf zugeschnittene Inhalte abzurufen.
Neu in der Internetwache ist die Rubrik „Lebenslagen“. Zu bestimmtem Lebenssituationen, wie beispielsweise „Was ist, wenn ich im Internet betrogen wurde?“ erhält der User Hinweise zum richtigen Verhalten und Informationen über entsprechende polizeiliche Dienstleistungen. Das Projekt Internetwache wurde vom 18.03.04 bis 24.03.04 erfolgreich auf der CeBIT in Hannover präsentiert. Insgesamt 450 Besucher, darunter zahlreiche Vertreter anderer Länderpolizeien, interessierten sich für das Web-Angebot der Polizei des Landes Brandenburg und spendeten dabei viel Lob. Weitere Ausbaustufen der Internetwache sind bereits in Planung.
So wird in Kürze dem Nutzer ermöglicht, in der Internetwache ein „persönliches Postfach“ einzurichten, um über die Internetwache initiierte Vorgänge zu verfolgen. Das Postfach ermöglicht bei Nachfragen oder Ergänzungen erstmals den direkten elektronischen Kontakt zwischen Bürger und zuständigem Sachbearbeiter. In einer weiteren Phase werden die Einrichtung einer Jugendwache und spezielle Angebote für ausländische Bürger vorbereitet.
[ POLIZEIKOMMISSARIN SUSAN HIRCHE, Projektverantwortliche „Internetwache“ ]
mi.berater@polizei.brandenburg.de
11.06.2004

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