Es hat sich mittlerweile herumgesprochen
Die grundlegende Reform der öffentlichen Verwaltung ist eines der großen Ziele der Landesregierung. Stärkung der Eigenverantwortung jedes Mitarbeiters, größere Bürgernähe, ein "schlanker" Staat, alltäglicher Einsatz von Email und Internet - dies sind nur einige Beispiele, die unter dem Stichwort Verwaltungsmodernisierung diskutiert werden.
In Brandenburg bleibt es nicht bei feierlichen Worten. Wo man hinschaut - es bewegt sich was in der Landesverwaltung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen setzen sich für das gemeinsame Reformziel ein: "Optimieren" heißt, vorhandene Mittel geschickt einsetzen und so zu einem besseren Ergebnis gelangen. Einem Optimum kann man sich aber immer nur annähern. Ständig tauchen neue Aufgaben auf, lassen sich verbesserte Strategien entwickeln. Deshalb gibt es im Reformprozess auch "keinen Anfang und kein Ende", so Rainer Speer, Chef der Staatskanzlei. Es ist die Dynamik, die zu den Erfolgen führt.
Aber nicht immer wird das schon Erreichte für Außenstehende sichtbar. "format B" will dazu beitragen, dass sich das ändert. Wie wird die Reform insgesamt gesteuert? Was sind die aktuell diskutierten Themen? Neben dieser "großen Linie" blickt "format B" auch hinter die Kulissen und fragt, was sich im einzelnen wirklich verändert.
Längst ist denen, die mit Reformaufgaben betraut sind, klar: Die Modernisierung muss von allen gemeinsam ausgehen. Das betrifft zum einen die schwierige Frage der Stellenreduzierung. Ein offener und kritischer Dialog mit den Beschäftigtenvertretern ist nötig, um Lösungsstrategien für die notwendige Konsolidierung des Haushalts zu erarbeiten. Zum anderen gilt es aber deutlich zu machen, dass die Personalplanung niemals allein den Modernisierungsprozess bestimmen kann. Erhöhte Eigenverantwortung und Kostenbewusstsein sollen zum Eigeninteresse aller Beschäftigten werden. Prüfstein für jedes Vorhaben ist nicht zuletzt der Nutzen für die Bürgerin und den Bürger.
Der Staat ist für die Menschen da. Hier zeigen sich die Grenzen, wenn es heißt, der Staat müsse von der freien Wirtschaft lernen. Er muss deshalb bei allen Effizienzbestrebungen auch an die Folgen für den einzelnen denken.
[ Philipp Riecken - Mitglied der Redaktion ]
philipp.riecken@mwfk.brandenburg.de
26.11.2001

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