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Auflösungsbeschluss – und was nun?

Gastbeitrag von Rene Choschzick, Beschäftigter der Oberfinanzdirektion (OFD)

Anfang Sommer 2003 wurde bekannt gegeben, dass die OFD in Cottbus definitiv wegfällt.

Das heißt, dass ein Abbau von Arbeitsstellen unumgänglich bzw. eine Perspektive in der OFD oder anderen zugehörigen Behörden fraglich ist. Dabei ist doch nachvollziehbar, dass sich viele Mitarbeiter die Frage stellen, was wird aus meiner Zukunft. Versuche ich die Zeit zu nutzen, mich beruflich umzuorientieren, fange ich eine Umschulung an oder welche Möglichkeiten habe ich überhaupt in der privaten „unsicheren“ Wirtschaft? Um den Schritt in eine ungewisse Zukunft zu wagen und dem irgendwann zwingenden Wegfall des Arbeitsplatzes vorzubeugen ist es doch notwendig, über einen finanziellen Ausgleich für die Mitarbeiter nachzudenken, die bereit sind, sich eine neue berufliche Perspektive zu suchen. Was wird überhaupt beabsichtigt? Jahre zuvor wurden Abfindungen angeboten, jetzt, wo es offiziell ist, dass drastische Personalkürzungen erfolgen sollen, ist davon keine Rede mehr. Vielleicht sollte man, bevor man Umstrukturierungen und Personalreduzierungen plant, die einfachen und normalen Mittel ausschöpfen; z.B. wer würde von sich aus schon eine berufliche Veränderung angehen? Wie lange wird gewartet und worauf???

Rene Choschzick

Anmerkung des Ministeriums der Finanzen:

Dem MdF ist sehr bewusst, dass jede einschneidende Verwaltungsstrukturänderung auch erhebliche Ängste bei den Beschäftigten auslöst. Bereits in seinem Schreiben an die Bediensteten der OFD vom 16. Mai 2003 hat Herr Staatssekretär Dr. Schackmann-Fallis ausdrücklich diese Befürchtungen aufgegriffen und appelliert, den Veränderungsprozess nicht nur als Nachteil, sondern auch als persönliche Chance wahrzunehmen.

Im übrigen wurde und wird von Seiten des MdF eine größtmögliche Transparenz sichergestellt. Projektorganisation und alle Entscheidungen des Lenkungsausschusses wurden im Intranet der OFD veröffentlicht. Bis Ende des Jahres werden auch die wesentlichen Fakten für die Umstrukturierung feststehen.

Zudem werden im Dezember 2003 die Verhandlungen mit dem HPR zum Abschluss einer Dienstvereinbarung über die sozialverträgliche Begleitung des Reformprozesses aufgenommen.


21.01.2004