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Veranstaltung mit Opferverbänden – Woidke: „Es wird keinen Schlussstrich geben“

veröffentlicht am 18.11.2013
Bei der Aufarbeitung von DDR-Geschichte wird es in Brandenburg nach Worten von Ministerpräsident Dietmar Woidke keinen Schlussstrich geben. „Die Wiedergutmachung für erfahrenes Unrecht ist und bleibt eine vordringliche Aufgabe“, sagte Woidke am Montag vor Vertretern von Opferverbänden, Häftlingsgemeinschaften und Aufarbeitungsinitiativen in Potsdam. Bei der Veranstaltung in der Staatskanzlei kündigte der Ministerpräsident zugleich an, die Landesregierung werde wie schon im laufenden Jahr auch 2014 Fördermittel in Höhe von 60 000 Euro für die Arbeit der Initiativen und Verbände bereit stellen.

Vor zirka 80 Gästen dankte der Ministerpräsident den Verbänden für deren Beiträge zur Aufarbeitung der Vergangenheit. Er nannte zwei vom Land geförderte Projekte mit regionalgeschichtlichem Bezug. Der Verein „Geschichte des 20. Jahrhunderts in der Prignitz“ erstellt einen Audio-Guide für das DDR-Geschichts-museum in Perleberg. Die Initiativg-ruppe Inter-nierungslager Jamlitz recherchiert zu Nachkriegsverhaftungen, Internierungen und Tribunal-Verurteilungen der Stadt Bad Freienwalde und Umgebung und erarbeitet eine Daten-bank. Neben der unverzichtbaren Vereinsarbeit würdigte Woidke die Tätigkeit der Gedenkstätten. Es gelte, diese Orte der Erinnerung zu erhalten und auszustatten.

Woidke versicherte, die Landesregierung werde den konstruktiven Meinungsaustausch mit den Verbänden fortsetzen. Denn die unterschiedlichen Aspekte von Rehabilitierung und Entschädigung, Würdigung und Wertschätzung, Erinnerungsarbeit und Gedenken machen laut Woidke klar: „Wir müssen uns unserer jüngsten Vergangenheit stellen – um unserer selbst willen und für unsere Kinder und Enkel-kinder. Wir sind dabei ein gutes Stück vorangekommen in Brandenburg. Es bleibt noch vieles zu tun.“