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Bundesweit einmaliges Schüler-Bafög erfolgreich – Unterstützung ebnet Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien Weg zum Studium

veröffentlicht am 01.10.2013

Das bundesweit einmalige Schüler-Bafög im Land Brandenburg hat sich bewährt. Das hat die wissenschaftliche Evaluation ergeben, wie Wissenschaftsministerin Sabine Kunst und Bildungsministerin Martina Münch heute dem Kabinett in Potsdam berichteten. Das Land unterstützt auf Grundlage des Brandenburgischen Ausbildungsförderungsgesetzes (BbgAföG) seit dem Schuljahr 2010/11 Jugendliche aus einkommensschwachen Familien mit dieser Leistung. Im vergangenen Schuljahr konnten mehr als 2.300 Familien davon profitieren. 2.242 Schülerinnen und Schüler erhielten monatlich 100 Euro, weitere 59 monatlich 50 Euro. Diese Förderung wird nicht auf andere Sozialleistungen angerechnet und ist damit eine zusätzliche Unterstützung der Jugendlichen für ihre Ausbildung.

Die Schülerinnen und Schüler bewerteten diese Zuwendung als besonders hilfreiche Unterstützung. Mit 50,6 Prozent bestätigten mehr als die Hälfte der Antwortgeber, dass sie nur mit Hilfe der Förderung eine Ausbildung absolvieren konnten beziehungsweise durch die Unterstützung die Rahmenbedingungen dafür deutlich vereinfacht wurden. Drei Viertel erklärten, ihr Interesse an weiteren Bildungsangeboten – wie etwa einem Studium – sei durch das Schüler-Bafög geweckt worden.

Auch mit der Arbeit der Ämter für Ausbildungsförderung in den Landkreisen und kreisfreien Städten, die die Anträge bearbeiten, zeigten sich über 70 Prozent zufrieden bis sehr zufrieden. Insbesondere wurde die Beratungsqualität positiv hervorgehoben.

Wissenschaftsministerin Sabine Kunst betonte: „Die jetzt vorgelegte Evaluation zeigt, dass das Schüler-Bafög als wichtige Unterstützung wahrgenommen wird. Das passt sehr gut zu unseren Anstrengungen, den Übergang Schule/Hochschule zu verbessern und somit mehr jungen Menschen den Zugang zu einer akademischen Qualifizierung zu eröffnen.“

Bildungsministerin Martina Münch erklärte: „Ich freue mich, dass das brandenburgische Schüler-Bafög gut ankommt: Unser Ziel ist es, Jugendliche aus einkommensschwachen Familien bei einem längeren Bildungsweg finanziell zu unterstützen. Die große Mehrheit der Befragten kann sich vorstellen, eine höhere Qualifizierung, wie etwa ein Studium, in Angriff zu nehmen – genau das wollen wir erreichen.“

Für die Evaluation waren 2.100 Leistungsbezieher freiwillig und anonym befragt worden, 852 – rund 41 Prozent – hatten auf die Befragung geantwortet. Mit der Evaluation der Wirkungen des Gesetzes zur Ausbildungsförderung war die Technische Hochschule Wildau beauftragt. Die Leitung hatte Prof. Dr. Tilo Wendler (jetzt Hochschule für Technik und Wirtschaft). Der Auftrag geht auf einen Beschluss des Landtages vom 2. Juni 2010 zurück.

Die Brandenburgische Ausbildungsförderung wurde im Schuljahr 2010/11 mit dem Ziel eingeführt, Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien den Abschluss eines zur (Fach-)Hochschulreife führenden schulischen Bildungsganges besser zu ermöglichen. Anspruch auf diese Förderung haben Schülerinnen und Schüler, die die gymnasiale Oberstufe oder einen zweijährigen Bildungsgang zum Erwerb der Fachhochschulreife in Vollzeitform besuchen wollen. Je nach Voraussetzung erhalten sie einen monatlichen Zuschuss in Höhe von 50 oder 100 Euro. Förderanspruch besteht, wenn in einem Haushalt mit einem Kind unter 18 Jahren das monatliche Nettoeinkommen nicht höher als ca. 2.000 Euro oder in einem Haushalt mit zwei Kindern unter 18 Jahren nicht höher als ca. 2.500 Euro liegt.

Das Wissenschaftsministerium bietet ab sofort die Möglichkeit, die erforderlichen Formulare online unter www.bafoeg-brandenburg.de abzurufen.

Weitere Informationen zur Ausbildungsförderung unter:
www.mbjs.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.213762.de