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Woidke: „Ein starkes Signal Richtung Lausitz“ – Land schließt Vereinbarung mit Vattenfall

Rückenwind zur Umsetzung der Energiestrategie 2030

veröffentlicht am 24.09.2013
Die Landesregierung hat zur Umsetzung der Energiestrategie 2030 eine Vereinbarung mit dem Vattenfall-Konzern geschlossen. Damit bekennt sich das energiepolitisch bedeutsamste Unternehmen Brandenburgs zu seiner Verantwortung, die in der Strategie festgelegten Ziele zur Minderung des CO2-Ausstoßes zu erreichen. Für die Landesregierung unterzeichneten Ministerpräsident Dietmar Woidke und Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers das Dokument, für das Unternehmen der Vorsitzende der Geschäftsführung, Tuomo Hatakka, und der Vorsitzende des gemeinsamen Vorstands der Vattenfall Europe Mining AG und der Vattenfall Europe Generation AG, Hartmuth Zeiß.

Ministerpräsident Woidke sprach im Anschluss an die Zeremonie von einem „starken Signal Richtung Lausitz“. Die Koalition habe sich vorgenommen, die ´Energieregion Lausitz´ in deren Bemühen zu unterstützen, Energieakteure zu vernetzen und die Region zu einem europäischen Energiekompetenzzentrum zu entwickeln. „Die Vereinbarung mit Vattenfall ist zudem von zentraler Bedeutung für das Erreichen unserer Klimaschutzziele.“ Woidke fügte hinzu: „Vattenfall bekennt sich zum Standort Brandenburg. Das ist für uns und die Region Lausitz ein wichtiges strukturpolitisches Signal und eröffnet weitere Perspektiven für die Region und für die dort lebenden und arbeitenden Menschen.“

Vattenfall-Geschäftsführer Hatakka sagte: „Damit erneuerbare Energien wie hier in Brandenburg wachsen können und ihren Weg zum Verbraucher finden, werden starke Partner gebraucht. Die Braunkohlenkraftwerke der Lausitz sind solche Partner, weil sie schnell und zuverlässig die schwankende Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom ausgleichen können. Indem sie auf solche Anforderungen immer flexibler reagieren, sorgen sie dafür, dass die Spannung im Netz stabil auf der betriebsnotwendigen Frequenz von 50 Hertz gehalten wird. Wir werden – wie in der heute unterschriebenen Vereinbarung zugesichert – weiter daran arbeiten, unsere Kraftwerke fit für eine Zukunft im Energiemix mit den Erneuerbaren zu machen und dabei CO2-Emissionen zu reduzieren.“

In dem Papier verpflichtet sich das Unternehmen, in den kommenden Jahren 15 Mio. Euro zu investieren, um die Flexibilität des Kraftwerksparks zu erhöhen. 12 Mio. Euro sollen zur Effizienzsteigerung der Kraftwerke eingesetzt werden. Zudem strebt Vattenfall eine Reduktion der energiebedingten CO2-Emissionen an. Ein weiterer Schwerpunkt sind Maßnahmen im Bereich der Erneuerbaren Energien. Dazu gehören die weitere Beteiligung an der Weiterentwicklung des Hybridkraftwerks Prenzlau, der Bau von Windparks in ehemaligen Braunkohlefeldern, Forschungsprojekte zur Biomasseproduktion und die Einrichtung einer Stiftungsprofessur zum Management regionaler Energieinfrastrukturen an der Brandenburgisch-Technischen Universität Cottbus-Senftenberg.

Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers sagte: „Diese Maßnahmen leisten vor allem einen Beitrag zur Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien und damit zum Gelingen der Energiewende. Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung setzen wir ein weiteres Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag um, in dem auch festgeschrieben wurde, dass die fossilen Energieträger als Brückentechnologie dienen sollen, bis die Speicherung der Energie aus erneuerbaren Quellen im großen Umfang möglich ist. Ziel ist es, diesen Prozess sozialverträglich zu gestalten und die Versorgungssicherheit zu garantieren. Der Vertrag gewährleistet, dass das Unternehmen Vattenfall sich in die Umsetzung der Energiestrategie als verantwortungsbewusster Arbeitgeber und Mitgestalter des Entwicklungsprozesses in der Lausitz einbringt. Besonders wichtig ist, dass der Vertrag auch die Mitentscheidungs- und Mitgestaltungsrechte der Bevölkerung in der Region deutlich hervorhebt.“

Zum vereinbarten Schwerpunkt der Reduktion von Kohlendioxid-Emissionen aus Braunkohlenkraftwerken sagte Dr. Hartmuth Zeiß: „Analog zur Energiestrategie des Landes, haben auch wir uns ein Ziel zur CO2-Minderung bis zum Jahr 2030 gesetzt: Vattenfall strebt an, bis zu diesem Zeitpunkt die energiebedingten Emissionen seiner Braunkohlenkraftwerke in Brandenburg um mindestens 72 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Wir schließen darin ausdrücklich die Option für einen Kraftwerksneubau in Jänschwalde ein, dies aber verbunden mit dem Einsatz modernster, stark CO2-reduzierender Technologien.“

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